„Ein bisschen wie Sankt Martin möchte ich manchmal sein“, sangen die Kinder des AWO Kinderstodls Püchersreuth am Freitagnachmittag zu Beginn der Martinsandacht in der Katholischen Kirche St. Peter und Paul. „Ich will an andere denken und anderen auch etwas schenken“. Pfarrer Matthias Nowotny rückte das Teilen, durch das sich der Heilige ausgezeichnet habe, in den Mittelpunkt der Andacht.
In einem Rollenspiel, bei dem es um das Teilen beim gemeinsamen Spiel ging, thematisierten Kinder auch ein Jahresthema der Einrichtung. Wie St. Martin seinen Mantel mit einem armen Bettler teilte, erzählten sie in einem weiteren Rollenspiel. In dem machten sie auch viele passende Geräusche zur erzählten Handlung. Die Vorschulkinder zogen dann mit ihren Laternen durch die verdunkelte Kirche, die mit über 50 Kindern, ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern nahezu voll besetzt war.
Angeführt vom Heiligen St. Martin im roten Kapuzenmantel (Lisa Schedl) auf seinem Pferd Dagfari zogen die Kinder anschließend mit ihren Laternen mit dem Lied „Ich geh mit meiner Laterne“ zum Kinderstodl, dessen Fassade sehr geschmackvoll beleuchtet war. Um einen Feuerkorb führten die Vorschulkinder ihren Laternentanz vor. Pfarrer Nowotny segnete Martinshörnchen, die dann an alle Kinder verteilt wurden.
Für die Verpflegung sorgte der Elternbeirat der Einrichtung mit warmen Wienern, Leberkäse, Glühwein und Kinderpunsch. Die Erzieherinnen verkauften an einem Stand selbst gebastelte Futterstationen für Vögel, mit den Kindern gebastelte Sterne, Marmeladen und Adventsdeko.