„Ein Jahr der Gnade – 800 Jahre ‚Transitus‘ (Heimgang) des Hl. Franziskus von Assisi“: 31 Pilger/innen waren mit Guardian Pater Stanisław Śliwiński vom Minoritenkloster St. Felix in Neustadt/WN unterwegs auf den Spuren des Ordensvaters der Franziskaner-Minoriten. In Assisi besichtigten wir u.a. den Bischofspalast, vor dem Franziskus seinem Vater seine Kleidung übergab und sich von ihm lossagte; den Dom San Rufino mit dem Taufbecken des Hl. Franziskus und der Hl. Klara. Der Aufstieg zur Burg Rocca, welche die Stadt Assisi überragt, wurde mit einem weiten Ausblick belohnt. In der Krankenhütte neben dem Portiunkula-Kirchlein verstarb der Hl. Franziskus am Abend des 3. Oktober 1226. Berührt gedachten die Pilger während der Feier einer Hl. Messe mit Pater Stanisław vor dem Steinsarkophag des Hl. Franziskus in der Tomba von San Francesco seines Todes vor 800 Jahren. In der Basilika Santa Chiara fand die Hl. Klara ihre letzte Ruhestätte. In San Damiano vernahm Franziskus vor dem San-Damiano-Kreuz die Stimme Jesu. 1225 komponierte er hier seinen berühmten ‚Sonnengesang‘. In Greccio im Rietital inszenierte Franziskus an Weihnachten 1223 mit Brüdern und Gläubigen eine lebende Krippe. Auf diese Weihnachtsfeier gehen unsere heutigen Krippendarstellungen zurück. Das Heiligtum San Felice all’ Acqua nahe der Stadt Cantalice wurde an der Stelle erbaut, an welcher der Hl. Felix eine Wasserquelle öffnete, die noch heute fließt. Von den Bewohnern herzlich empfangen, feierten wir Hl. Messe und gedachten des Schutzpatrons der Klosterkirche St. Felix in Neustadt/WN. Per Schiff über den Trasimener See erreichten wir die Isola Maggiore, auf welcher der Hl. Franziskus 1211 die Fastenzeit verbrachte. Auf dem Berg La Verna in der Toskana empfing der Hl. Franziskus im September 1224 die Wundmale Jesu (Stigmatisation). Ergriffen im Gedenken des Mitleidens des Hl. Franziskus mit dem Gekreuzigten feierten wir in der Stigmatisations-Kapelle Hl. Messe. Der letzte Tag begann mit einem anstrengenden Aufstieg in die Einsiedelei Eremo delle Carceri auf dem Monte Subasio. Hier zeugen ausgehauene Felsenhöhlen vom entbehrungsreichen Leben der Minderbrüder. Mitten im Steineichenwald feierten die Pilger mit Pater Stanisław in einer Hl. Messe den Abschluss der Pilgerfahrt.