Die hochsommerlichen Temperaturen stellten die Organisatoren des Pfarrfestes in Neukirchen zwar vor besondere Herausforderungen – der guten Stimmung konnten sie jedoch nichts anhaben. Ganz im Gegenteil: Weil die Kirche an diesem heißen Tag der kühlste Ort weit und breit war, begann das Pfarrfest mit einem bestens besuchten Gottesdienst im angenehm temperierten Gotteshaus. Neben zahlreichen Gläubigen aus Neukirchen konnten auch viele Gäste aus der Nachbarpfarrei Heldmannsberg/Pommelsbrunn begrüßt werden. Ebenso feierten viele evangelische Christen aus Neukirchen mit. Unter den Besuchern waren außerdem Altbürgermeister Peter Achatzi, Bürgermeister Christian Beyer sowie die Leiterin des katholischen Kindergartens St. Walburga, Angela Abernathy. Am Nachmittag freuten sich viele seiner „ehemaligen Schäfchen“ über den Besuch des ehemaligen und immer noch sehr beliebten Pfarrers Michael Kneißl, der seit einigen Jahren die Pfarreien Wendelstein und Rednitzhembach leitet. Kneißl war es auch, der vor 20 Jahren den Umbau des ehemaligen Schwesternhauses und den Anbau zum Pfarrheim initiierte und den Eine-Weltladen begründete, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Spontanchor, der den Gottesdienst mit rhythmischen Liedern schwungvoll und stimmungsvoll gestaltete und eine echte Bereicherung war. Pfarrer Klein verstand es in seiner Predigt, auf anschauliche Weise eine Brücke zwischen der Fußball-WM und dem kirchlichen Leben zu schlagen – eine Kombination, die bei den Gottesdienstbesuchern für manches Schmunzeln sorgte. Anschließend verlagerte sich das Geschehen in den schattigen Pfarrgarten, wo das eigentliche Pfarrfest seinen gemütlichen Lauf nahm. Bei Schweinebraten und allerlei Leckereien vom Grill ließ es sich ebenso gut aushalten wie bei Kaffee und einem reichhaltigen Kuchenbuffet. Und weil Pfarrer Klein sein Versprechen aus dem Gottesdienst hielt, durfte sich jedes Kind über ein Eis freuen – wohl die begehrteste „Segnung“ des Tages. Da eine Hüpfburg bei den Temperaturen wohl eher zur Sauna geworden wäre, sorgte stattdessen ein Planschbecken für willkommene Abkühlung. Auch die Spielecke war bei den kleinen Gästen durchgehend gut besucht. Wer Lust auf fair gehandelte Produkte hatte, konnte in der Eine-Welt-Schatzkiste stöbern und einkaufen. Für zusätzliche Begeisterung sorgte ein Glücksrad, bei dem jeder Dreh ein Gewinn war – eine Seltenheit, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten brachte. So wurde das Pfarrfest trotz hochsommerlicher Hitze zu einem rundum gelungenen Nachmittag voller Gemeinschaft, guter Gespräche und fröhlicher Begegnungen. Der katholische Pfarrgemeinderat bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und freut sich schon auf das nächste Pfarrfest, welches ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Peter und Paul stehen wird – vielleicht dann bei etwas weniger Sonne, aber ganz bestimmt mit genauso viel Herz!