Mit einem festlichen Gottesdienst und einem anschließenden Gemeindefest verabschiedete die evangelische Paulanergemeinde am Samstag, den 11. Juli, ihren langjährigen Pfarrer Bernd Schindler, der nach 16 Jahren Gemeindedienst ab September in den Schuldienst wechselt.
Bei strahlendem Sonnenschein kamen Familie, Freunde, Wegbegleiter, Kolleginnen und Kollegen, Gemeindeglieder sowie zahlreiche Gäste im Martin-Schalling-Haus Kümmersbruck zusammen, um gemeinsam zurückzublicken, Dankbarkeit auszudrücken und Schindler für seinen weiteren Weg Gottes Segen zu wünschen. Die Feier war geprägt von herzlicher Gemeinschaft, bewegenden Momenten und spürbarer Wertschätzung.
In seiner Predigt stellte Bernd Schindler die Taufe in den Mittelpunkt. Er gab zu bedenken, dass sich Christinnen und Christen viel zu selten daran erinnern, getauft zu sein. Würden sie sich häufiger erinnern, könnte die Erinnerung zu etwas sehr Lebendigem werden. Denn die Taufe sei die bleibende Zusage Gottes, jeden Menschen bedingungslos und immer wieder aufs Neue zu lieben – unabhängig von Leistung oder Status. Zugleich ermutige sie zu einer Lebenshaltung, die von Freundlichkeit, Mitgefühl und Verantwortung geprägt sei. Zwar mache die Taufe das Leben nicht automatisch gut oder frei von Herausforderungen, sagte Schindler, sie könne jedoch in jedem Einzelnen etwas bewegen und daraus Gutes wachsen lassen.
Diese Haltung prägte Bernd Schindlers Wirken in der Paulanergemeinde. Statt den Blick auf das große Ganze zu richten, war ihm stets der einzelne Mensch mit seinen Sorgen, Fragen und Bedürfnissen wichtig. Darauf ging auch Dekanin Ulrike Dittmar in ihrer Entpflichtungsansprache ein. Sie würdigte Schindlers besondere Herzenshaltung: hörend, weit, demokratisch und suchend. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Paulaner Posaunenchor, einem Gesangsensemble und Chor, sowie Kirchenmusikdirektorin Dr. Kerstin Schatz am Klavier. Im Anschluss moderierte die Pfarramtsführerin der Paulanergemeinde, Pfarrerin Julia Maser, gemeinsam mit der Vorsitzenden des Paulaner Kirchenvorstands, Susanne Herding, die Grußworte. Zahlreiche Wegbegleiter aus Politik, Ökumene und Kirchengemeinde würdigten die Arbeit und Persönlichkeit von Pfarrer Bernd Schindler, unter anderem Kümmersbrucks Erste Bürgermeisterin Elisabeth Gruber, Ambergs Dritter Bürgermeister Tuncer Ayten, Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz, Gemeindereferentin Elisabeth Harlander, Kirchenvorstandsvorsitzende und Stadtratsmitglied, Susanne Herding, sowie stellvertrender Dekan Dr. David Scherf. Sie dankten Schindler für sein engagiertes Wirken und wünschten ihm für seinen weiteren Weg alles Gute. Eine besondere persönliche Note setzte Hans Sifft, der im Namen der Aktiven im Kümmersbrucker Sprengel ein eigens verfasstes Gedicht vortrug.
In seinem Schlusswort bedankte sich Bernd Schindler bei allen, die ihn während seiner 16-jährigen Tätigkeit begleitet und unterstützt hatten – insbesondere bei seiner Frau Claudia und seiner Familie. Der Paulanergemeinde dankte er ebenfalls und wünschte ihr Gottes Segen und eine gute Zukunft. Gemeinsam sang die Gemeinde anschließend sein Lieblings-Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“, bevor der Abend bei liebevoll vorbereiteten Häppchen des Martin-Schalling-Haus-Teams und gewohnt guten, persönlichen Begegnungen in herzlicher Atmosphäre ausklang.