Die Tagungsteilnehmer vor dem Goldenen Engel in Waldeck. (Bild: Fred Wiegand)

Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung tagt in Waldeck

Der Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz e. V. (kurz AFO) traf sich zu seiner alljährlichen Tagung in diesem Jahr in Waldeck im Landkreis Tirschenreuth. Der AFO ist eine gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft, die sich der Erforschung, Erhaltung und Pflege ostbayerischer Flur- und Kleindenkmäler widmet. Der Einladung waren ca. 50 Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Oberpfalz sowie befreundete Flurdenkmalforscher aus Thüringen gefolgt und trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im Gasthof Goldenen Engel in Waldeck. Der Vormittag bestand nach der offiziellen Begrüßung, einem Nachruf auf den 2025 plötzlich verstorbenen 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Peter Morsbach, dem Grußwort des Geschäftsstellenleiters der Stadt Kemnath, Herrn Reinhard Herr, im Weiteren aus verschiedenen Fachvorträgen. Die Tagungsleiterin Frau Lisa Schiml, die die Flur- und Kleindenkmäler rund um Waldeck in einem Buch zusammengetragen hat, stellte in ihrem interessanten Vortrag einige davon vor. Vor allem solche, die am Nachmittag bei der Busexkursion aufgrund der Vielzahl von Kleindenkmälern in der Region nicht besucht werden konnten. Außerdem ging sie noch näher auf die Burganlage Waldeck ein, die dieses Mal leider ebenfalls nicht besucht werden konnte. Nach der Kaffeepause, in der der Bücherstand von Herrn Eckhard Bodner mit Regionalliteratur der Oberpfalz, dem Fichtelgebirge und Böhmen reichlich Zuspruch fand, setzte sich der Vortragsvormittag mit Herrn Dieter Schwaiger fort, der in gewohnt humoriger Weise den 49. Jahresband (BFO) 2026 vorstellte. Seit der Gründung im Jahre 1978 gibt der AFO nämlich jedes Jahr einen Jahresband, die Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz (BFO), heraus, in dem die Ergebnisse der Kleindenkmalforschung erfasst, dokumentiert und Informationen dazu vermittelt werden. Nach der Mittagspause im Gasthof Goldener Engel setzte sich die Tagung mit einer Exkursion per Bus in der Region Waldeck–Kemnath fort. Zunächst besichtigten die Flur- und Kleindenkmalinteressierten den Alten Friedhof von Waldeck. Über Zwergau, Beringersreuth und die Flur- und Kleindenkmale am Wegesrand dort ging es weiter nach Bingarten. Hier wurde der Bus erneut verlassen, um die qualitätvolle neugotische Kapelle „Maria Hilf“ von 1882 zu erkunden. Weiter ging es über Guttenberg, Schweißenreuth nach Köglitz zur sehenswerten „Theresienkapelle“, die im Jahr 2011 geweiht wurde. Die Tagungsteilnehmer staunten nicht schlecht über den Kapellenbau aus heutiger Zeit, der der Hl. Theresia von Lisieux gewidmet ist. Die besondere Architektur der Kapelle und die geschmackvolle, stimmige Ausstattung im Inneren sowie die landschaftlich ausgezeichnete Lage waren eines der Highlights der diesjährigen Tagung. Nun ging es zurück nach Waldeck, wo zum Ende der Tagung noch die barocke Pfarrkirche „St. Johannes Nepomuk“ auf dem Programm stand, welche die Besucher aus der ganzen Oberpfalz nicht nur durch ihre reichhaltige Ausgestaltung mit Bandel-, Gitter- und Rocailleschweifwerk überraschte. Mit diesen zahlreichen denkmalpflegerischen Eindrücken endete die diesjährige, wieder sehr erfolgreiche Tagung des AFOs in Waldeck.


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Vier Buben empfingen heuer ihre Erste Heilige Kommunion. Zur Erinnerung stellten sie sich mit Pfarrer Heribert Stretz (hinten, rechts) und den Ministranten für ein Foto auf. (Bild: Markus Prechtl/exb)

Vier Buben empfangen in Waldeck Heilige Kommunion

Unter dem Motto „Licht der Welt” gingen in der Pfarrkirche Waldeck erstmals Georg Prechtl, Jonathan Prischenk, Raphael Reger und Simon Schrembs zur Heiligen Kommunion. Mit feierlichem Orgelklang zogen die Kommunionkinder begleitet von ihren Eltern geführt von Pfarrer Heribert Stretz und den Ministranten in die Waldecker Pfarrkirche ein. Während des Gottesdienstes trugen die Kommunionkinder Gedanken zum Bußakt und nach dem Taufbundlied die Fürbitten vor, heißt es in einer Mitteilung. Statt einer Lesung trug ein Elternteil eine Kurzgeschichte vor. Die Geschichte handelte von einem Leuchtturmwärter, der plötzlich in der Nacht wach wurde und dachte, dass ihm jemand zurief, er solle doch das Licht im Leuchtturm anmachen. Dieses Licht rettete das Leben eines Fischers, der sich in der Dunkelheit auf dem Meer verirrt hatte. Nach dem Evangelium erzählten die Kommunionkinder während eines Sprechspiels von Jesus und Heiligen, die durch ihr Wirken zum Leuchtturm für uns geworden sind. Bei der anschließenden Segnung der Kommunion- und Tischkerzen bat der Geistliche um den Segen für die Kerzen: Sie mögen die Kinder daran erinnern, dass Gott bei ihnen ist und ihren Weg erleuchtet. Gleichzeitig soll jeder einzelne Licht für andere Menschen sein. Beim Taufversprechen durften die Kommunionkinder in Erinnerung an ihre Taufe ihr Versprechen, das damals die Eltern und Paten für sie abgegeben haben, erneuern. Den ersten heiligen Leib des Herrn empfingen die vier Kommunionkinder vor dem Altar stehend, aus der Hand von Pfarrer Heribert Stretz. Der Kirchenchor unter der Leitung von Klaus Wegmann begleitete mit Instrumentalisten den feierlichen Gottesdienst mit passenden Liedern. Im Anschluss lud Pfarrer Stretz zur feierlichen Dankandacht am Nachmittag ein.
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