v.l. 2. stelv. Kommandant Janner Wolfgang, 2. Vorstand Andreas Fenzl, Bürgermeister Richard Kammerer, Werner Geyer (60 Jahre Mitgliedschaft), Ralf Wunder (45 Jahre Mitgliedschaft), stelv. Kommandant Martin Göppl, Johannes Lippik - Die Urkunden an die weiteren langjährigen Mitglieder werden anderweitig übergeben. (Bild: Anita Günther)

Verbunden durch Einsatz und Herz – Feuerwehr Mantel würdigt ihre Mitglieder

Wo sonst Feuerwehrfahrzeuge auf ihren nächsten Einsatz warten, wurde am Samstagabend gelacht, berichtet und gefeiert. Die Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Markt Mantel verwandelte sich zum Treffpunkt all jener, die das ganze Jahr über dafür sorgen, dass Hilfe kommt, wenn sie gebraucht wird. Der traditionelle Kameradschaftsabend brachte Aktive- und Vereinsmitglieder, Ehrengäste sowie Angehörige zusammen – und machte einmal mehr deutlich, wie viel Herzblut in diesem Ehrenamt steckt. „Ehrenamt heißt: Zeit geben, Kraft geben, Verantwortung tragen” In Vertretung des Vorstandes übernahm Johannes Lippik die Moderation. Mit klaren, herzlichen Worten hieß er die Gäste willkommen und rückte gleich zu Beginn das in den Mittelpunkt, was eine Feuerwehr wirklich trägt: Zusammenhalt, Verlässlichkeit und die vielen stillen Helfer im Hintergrund. Seine Worte erinnerten daran, dass das Ehrenamt weit mehr ist als Sirenen und Einsätze – es ist Zeit, Kraft und Verantwortung, die die Mitglieder der Feuerwehr Markt Mantel das ganze Jahr über einbringen. Einblick in Einsatzgeschehen und Baufortschritt Einen ausführlichen Bericht über die aktive Wehr sowie den aktuellen Stand des Umbaus im Altbau gab stellvertretender Kommandant Martin Göppl. Er erläuterte, welche Arbeiten bereits umgesetzt wurden und wie viel davon in Eigenleistung geschieht – ein Beweis für den außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb der Wehr. Besonders lobte Göppl die Jugendfeuerwehr, die mit großem Fleiß und Engagement im Obergeschoss mithilft – sowohl beim Abriss als auch beim Wiederaufbau. Dieses tatkräftige Mitwirken der jüngsten Mitglieder sei ein starkes Zeichen für die Zukunft der Feuerwehr Markt Mantel. Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr Neben Einsätzen und Übungen blickte die Wehr auf zahlreiche Aktivitäten zurück: das Oktoberfest, das Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche, der Ausschank am Bürgerfest, der Umzug in die neue Fahrzeughalle und viele weitere Ereignisse prägten das vergangene Jahr. Besonders deutlich wurde, dass Jung und Alt, aktive und fördernde Mitglieder eng zusammenarbeiten – ein Zusammenspiel, das das Vereinsleben lebendig und stark hält. Ehrungen für bis zu 70 Jahre Mitgliedschaft Ein emotionaler Höhepunkt waren die Ehrungen mehrerer Mitglieder für ihre langjährige Verbundenheit zur Feuerwehr Markt Mantel. Für beeindruckende 45 bis sogar 70 Jahre Zugehörigkeit wurden ausgezeichnet: • 45 Jahre: Ralf Wunder • 50 Jahre: Manfred Pöll sen. • 60 Jahre: Werner Geyer, Bernhard Pöhnl • 70 Jahre: Fritz Landgraf Die Geehrten erhielten Urkunden als sichtbares Zeichen der Anerkennung – für viele Jahrzehnte Unterstützung, Engagement und Treue. Zusätzlich durfte sich Wolfgang Janner, zweiter stellvertretender Kommandant, über Glückwünsche zu seinem Geburtstag freuen – begleitet vom traditionellen „Happy Birthday”, das durch die Fahrzeughalle hallte und einem „flüssigen Löschzug” als kleine Aufmerksamkeit. Gemeinschaft als stärkste Kraft Die Feuerwehr Markt Mantel blickt nicht nur stolz auf das vergangene Jahr zurück, sondern auch zuversichtlich in die Zukunft. Technische Entwicklungen, organisatorische Herausforderungen und der laufende Umbau werden die Wehr weiterhin fordern. Doch mit der gezeigten Einsatzbereitschaft und dem außergewöhnlich starken Zusammenhalt ist die Mannschaft bestens für die Zukunft gerüstet. Der Abend klang in geselligen Stunden aus – ein Beweis dafür, dass Kameradschaft nicht einfach ein Wort ist, sondern der Herzschlag der Mant´ler Wehr.
Den Altar zum Patroziniumsfest in Steinfels schmücken die Madonna aus der Schlosskapelle und Kräuterbuschen (Bild: Priska Hofmann)

Gläubige feiern Patrozinium und Kirchweih der Steinfelser Kapelle

Die Ministranten und Fahnenabordnungen zogen vor Pfarrer Thomas Kohlhepp, Pfarrvikar Robert Amandu und Weihbischof Dr. Josef Grad zum Altarbereich. Dort stand als Blickfang die Steinfelser Madonna aus der Schlosskapelle. Zu ihren Füßen lagen gebundene Kräuter, die Helfer in mühevoller Arbeit gesammelt und gebunden hatten. Die Grafenwöhrer Blasmusikkapelle umrahmte den Einzug und die Messe musikalisch. “Ein wunderschöner Tag für den Festgottesdienst zum Hochfest.“, so Ortgeistlicher Thomas Kohlhepp bei seiner Begrüßung. Sein Gruß gilt den Vertretern des öffentlichen Lebens, den Besuchern, den Vereinen und Gruppen mit Fahnen oder Bannern, denn durch all diese Menschen sieht man, wie der Glaube gelebt wird. Weiter führte er aus, dass er Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg, den hohen Besuch, zum Pontifikalamt willkommen heißt. Weihbischof Dr. Graf begann seine Predigt mit einen Zitat von Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewski, der in Dresden immer wieder Raffaels Gemälde der Sixtinischen Madonna betrachtet habe und sagte, „ich schaue auf Maria, um nicht an den Menschen zu verzweifeln“. Maria ist frei von Erbsünde und Beweis dafür, dass „das Drama des Menschseins gut ausgehen kann“. Darum gehe es an Maria Himmelfahrt, als Tag, an dem Maria als erster Mensch mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen wurde. „Wo der Himmel ist, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass wer nicht an ihn glauben kann, mehr in Gefahr ist, depressiv zu werden“, zitierte Graf den bekannten Psychiater Karl Gustav Jung. Heute übliche Geburtstagswünsche beziehen sich auf Gesundheit und langes Leben. Dabei sei der in seiner Kindheit noch verbreitete dritte Wunsch „dass du in den Himmel kommst“ verloren gegangen, bedauerte Graf, nun werde die Gesundheit zur Ersatzreligion. „Christen wollen natürlich auch gesund bleiben und lange leben, aber sie haben zusätzlich die größere Perspektive der Hoffnung auf den Himmel“, schloss der Prediger, „deshalb schauen auch wir auf Maria und müssen nicht an den Menschen verzweifeln“. Mit seiner humorvollen Art brachte der die Gottesdienstbesucher bei seinen Erzählungen das eine oder andere Mal zum Schmunzeln. So ist der Geistliche sich sicher, dass wir uns alle Tage auf das von Dostojewski gesagte einstimmen sollen: „Maria, das Zeichen der Hoffnung und des Trostes“. Am Ende des Festgottesdienstes segnete der Weihbischof mit Ortpfarrer Kohlhepp die Kräutersträuße. Ein Frühschoppen mit Blasmusik unter Mithilfe vieler fleißiger Hände lud die vielen Besucher zum Verweilen ein.


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