Teilnehmer der Ministranten Radltour (Bild: Josef Hollweck)

Ministranten auf Radltour nach Siegenhofen

Sportliche Aktivität, Geschichte und Gemeinschaft prägten die Radltour der Ministranten. Ziel der gemeinsamen Radltour war Siegenhofen, wo nicht nur ein beeindruckendes Gotteshaus, sondern auch ein spannender Blick in die Vergangenheit auf die Jugendlichen wartete. Pfarrer Slawomir ließ es sich nicht nehmen, seine Ministranten zu begleiten, und auch einige interessierte Besucher schlossen sich an. Am Ziel angekommen, stand die Besichtigung der denkmalgeschützten Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Programm. Mesner Johannes übernahm die Führung und verstand es glänzend, den Ministranten die bewegte Geschichte der barocken Kirche näherzubringen. Er erklärte, dass die Kirche in ihrer heutigen Form nach einem verheerenden Brand im Jahr 1721 neu errichtet wurde, wobei die Pfarrkirche von Rieden als direktes architektonisches Vorbild diente. Besonders fasziniert zeigten sich die Ministranten von einer alten Sage, die der Mesner lebendig erzählte: Im Dreißigjährigen Krieg soll ein schwedischer Musketier versucht haben, auf das spätgotische Gnadenbild der Muttergottes zu schießen. Die Kugel sei jedoch auf wundersame Weise abgeprallt. Das vermeintliche Einschussloch im Holz können Besucher noch heute in der Kirche bestaunen. Auch das wertvolle Gemälde „Mariä Heimsuchung” aus dem 15. Jahrhundert hinter dem Hochaltar und die historische Orgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts machten den Rundgang zu einer echten Entdeckungsreise. Nachdem der Wissensdurst gestillt war, traten die Ministranten den Rückweg an. Den Abschluss des Tages bildete ein gemütliches Beisammensein im heimischen Pfarrgarten. Bei erfrischenden Getränken, Bratwurstsemmeln und einem Fußballspiel ließen die Ministranten den rundum gelungenen Ausflug ausklingen.
Die Blaskapelle St. Georg Rieden spielte klangvoll auf. (Bild: Michael Rabenhofer)

Siegenhofener Wiesnkirwa kurzweilig und zünftig

Eine rundum gelungene Siegenhofener Wiesnkirwa feierte man im malerischen Ort zwischen Vilshofen und Rieden. Ganz zu Beginn zelebrierte Pfarrer Slawomir Niemczewski die heilige Messe. Der Gottesdienst fand in der Filialkirche Maria Hilf der Pfarrei Rieden statt. Das Hauptfest begeht man am Sonntag nach Mariä Geburt. Festlich geschmückt war der Altarraum. Ein großer Dank galt der Siegenhofener Familie Koller, die sich das Jahr über um die Kirche kümmert und diese pflegt. Das Gotteshaus wurde 1723 geweiht und ist eine ehemalige Wallfahrtskirche. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst der Jugendchor Lords Day. Die Musiker der Blaskapelle St. Georg spielten später beim weltlichen Teil bis zum Mittagstisch klangvoll auf. Veranstaltet hatte das Fest die Feuerwehr Rieden. 2013 hatte die Riedener Wehr die Organisation der Kirchweih übernommen. Musikalisch war die eintägige Kirwa durchaus, spielten doch am Nachmittag noch hiesige Musikgrößen zünftig auf. Um das Wohl der Gäste kümmerten sich zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr Rieden. Die Kameradinnen und Kameraden boten eine umfangreiche Karte auf mit Braten mit Beilagen zu Mittag, Obatzdn, allerlei Klassiker vom Grill und ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenbuffet am Nachmittag. Ein besonderer Gaumenschmauß war da auch der vom Feuerwehrnachwuchs selbst zubereitete Obatzde, dazu eine resche Brezn. Was will man mehr? Ab und zu kam eine Dusche von oben in Form von mehreren Regenschauern, welche viele Gäste aber nicht davon abhielt, der Siegenhofener Kirwa einen Besuch abzustatten. Wie gut, dass man im Festzelt und im direkt daneben liegenden Kollerstodl wettergeschützt feiern konnte. Praktischerweise ist die Kirwa nicht nur mit dem Auto sondern auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad vom nahe gelegenen Vilstalradweg auf einem barrierefreien Steg über die Vils gut zu erreichen.
Mitmachen war gefragt bei der Maiandacht für Kinder und Familien in der Siegenhofener Maria Hilf Kirche am 1. Mai. (Bild: Marion Hollweck)

Maiandacht in Siegenhofen für Kinder stärkt Glauben

Mit dem Leitspruch „Unter dem Mantel der Maria“ feierten Gläubige der Pfarreiengemeinschaft Ensdorf-Rieden-Vilshofen in der Siegenhofener „Maria Hilf“-Kirche eine Maiandacht, mit der besonders Kinder und Familien angesprochen werden sollten. Die Maiandacht in der ehemaligen Wallfahrtskirche von Siegenhofen wurde zu Ehren der Heiligen Maria, Mutter von Jesus, gefeiert. Musikalisch umrahmten mit der Querflöte Anna Kopf und Hannah Müllner mit der Klarinette den Gottesdienst, welcher von Pfarrer Slawomir Niemczewski zelebriert wurde. Am Altar war eine große Schatzkiste aufgebaut, welche die Kinder öffnen durften. In ihr war der Schutzmantel der Maria, den die Eltern schützend über die Kinder spannen. Den Kindern wurde in der Andacht erklärt, dass Menschen Schutz und Hilfe suchen und diese bei der Heiligen Maria finden können. Ihr Schutzmantel ist so groß, dass über alle Menschen schützend ausgebreitet wird. In der Kirche selbst durften die Kinder das Bild mit der Mariendarstellung suchen. Pfarrer Niemczewski ging mit zum Bild und erinnerte im Anschluss an Marias Leben: „Die heilige Maria wird oft mit einem schönen, großen Umhang dargestellt. Manches Mal hat sie auch Jesus auf ihrem Arm. Vielleicht hat Jesus als Kind auch unter ihrem Umhang Schutz gesucht“. Im Anschluss sang man gemeinsam das Lied „Maria breit den Mantel aus“. Jedes Kind durfte eine Blume in den Umhang hineinlegen. Die Lesung aus dem Buch Numeri trug Marion Hollweck vor.


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