Sportliche Aktivität, Geschichte und Gemeinschaft prägten die Radltour der Ministranten. Ziel der gemeinsamen Radltour war Siegenhofen, wo nicht nur ein beeindruckendes Gotteshaus, sondern auch ein spannender Blick in die Vergangenheit auf die Jugendlichen wartete. Pfarrer Slawomir ließ es sich nicht nehmen, seine Ministranten zu begleiten, und auch einige interessierte Besucher schlossen sich an. Am Ziel angekommen, stand die Besichtigung der denkmalgeschützten Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Programm. Mesner Johannes übernahm die Führung und verstand es glänzend, den Ministranten die bewegte Geschichte der barocken Kirche näherzubringen. Er erklärte, dass die Kirche in ihrer heutigen Form nach einem verheerenden Brand im Jahr 1721 neu errichtet wurde, wobei die Pfarrkirche von Rieden als direktes architektonisches Vorbild diente. Besonders fasziniert zeigten sich die Ministranten von einer alten Sage, die der Mesner lebendig erzählte: Im Dreißigjährigen Krieg soll ein schwedischer Musketier versucht haben, auf das spätgotische Gnadenbild der Muttergottes zu schießen. Die Kugel sei jedoch auf wundersame Weise abgeprallt. Das vermeintliche Einschussloch im Holz können Besucher noch heute in der Kirche bestaunen. Auch das wertvolle Gemälde „Mariä Heimsuchung” aus dem 15. Jahrhundert hinter dem Hochaltar und die historische Orgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts machten den Rundgang zu einer echten Entdeckungsreise. Nachdem der Wissensdurst gestillt war, traten die Ministranten den Rückweg an. Den Abschluss des Tages bildete ein gemütliches Beisammensein im heimischen Pfarrgarten. Bei erfrischenden Getränken, Bratwurstsemmeln und einem Fußballspiel ließen die Ministranten den rundum gelungenen Ausflug ausklingen.