Gleichzeitig aufgeregt und stolz waren die Buben und Mädchen der 1. Klasse als sie den afrikanischen Song „Si ma ma kaa”, welchen sie mit dem Musiker Sandro Augustin einstudiert hatten, den Mitschülern und den Eltern in der Schulversammlung vorführen durften. (Bild: Gabriela Bäumler)

Musikprojekt in der 1. Klasse der Ludwig-Meier-Grundschule

Sandro Augustin unterrichtet als Musiklehrer in Sulzbach-Rosenberg und in Etzenricht. Mit seiner Band Rotzlöffl hatte er in den letzten beiden Jahrzehnten nicht nur in Bayern und Europa sondern auch in Amerika und Australien eine Vielzahl von Auftritten. Als Kind besuchte er die Ludwig-Meier-Grundschule Etzenricht. Bereits damals trat er bei Schulfesten und Feiern insbesondere als Trompeter in Erscheinung. Schulleiterin Gabriela Bäumler konnte ihn überzeugen, in der 1. Klasse ein Musikprojekt durchzuführen. Dazu war er mehrere Wochen, stets am Montag nach der Pause, in die Schule gekommen. Schnell gelang es ihm, fast alle Buben und Mädchen für die Musik, Bodypercussion und das Orff-Instrumentarium zu begeistern. Zum Abschluss führten die Kinder das Gelernte im Rahmen einer Schulversammlung den Eltern und den Mitschülern vor. Diese ließen sich mitreißen von dem afrikanischen Song „Si ma ma kaa”, dessen eingängigen Text sie schnell mitsingen konnten. Auch die Bewegungen imitierten die Großen schnell. Die Begeisterung war riesig, so dass einige Durchgänge des Liedes gemeinsam gesungen und gespielt wurden, bevor lauter Applaus entbrandete. Nachdem das Projekt und die Aufführung so gut ankamen, bat Schulleiterin Gabriela Bäumler den Musiker Sandro Augustin, ob es nicht möglich wäre, zukünftig öfter zusammen zu arbeiten. Sie stieß dabei auf offene Ohren. Demnächst will man gemeinsam in die Planungsphase gehen.
Bürgermeister Gerhard List verabschiedet Brigitte Hipke mit zweiten Bürgermeister Adrian Blödt (von links). Hipke war 29 Jahre Gemeindebotin in Kohlberg. (Bild: Ernst Frischholz)

Kohlbergs Gemeindebotin Brigitte Hipke nach 29 Jahren verabschiedet

Sie machte das 29 Jahre ehrenamtlich, marschierte zu Fuß teils auch mehrmals in der Woche durch Kohlberg oder fuhr mit dem Auto die ganzen Dörfer bis Röthenbach und die einzelnen Gehöfte ab, um den hier wohnenden Menschen die Gemeindepost zu überbringen. Brigitte Hipke war die Gemeindeboten, die alles ins Haus brachte. Erfreuliches aber auch Unerfreuliches. Sitzungsladungen für die Markträte, Wasserablesezettel und dann Wasser- und Abwasserbescheide, Wahlbenachrichtigungen und Überbringen der Briefwahlunterlagen, die Bürgerbriefe und auch kurzfristige Benachrichtigungen für Ortsteile etwa bei Wasserrohrbrüchen, verbunden mit Absperrungen. Der Umfang von Hipkes Botenaufgabe ließe sich weiter ausdehnen. Zudem betreute sie sieben Amtliche Gemeindeaushänge im Gemeindegebiet. Ihr habe es immer Spaß gemacht, sagt Hipke, gerade der Kontakt zu den Menschen in der Gemeinde. Nicht aber zu den freilaufenden Hunden, die ein Ärgernis für sie waren. Ein Zweites führt sie zudem an. Da haben die Leute DIN A 5 Briefkästen und ich muss Wahlunterlagen in DIN A 4 Größe unterbringen. Ein Problem, das dann teilweise durch Klingeln an der Haustür relativiert wurde. Bürgermeister Gerhard List verabschiedete zusammen mit seinem Stellvertreter Adrian Blödt die Gemeindebotin Hipke. Äußerst zuverlässig und loyal zur Gemeinde mit gutem Kontakt und Verhältnis zu den Bürgern, skizzierte Bürgermeister List. Eingestellt wurde damals von 29 Jahren von Bürgermeister Karl Prösl und List verabschiedete sie nun. Der Bürgermeister betont dabei, dass die Gemeinde einen oder eine Nachfolger/in sucht und jeder könne sich bei Interesse bei ihm melden.


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Einen gemütlichen Abend verbrachten der VdK Ortsverein Mantel-Kohlberg in der Zoiglstube Binnerlindl in Kohlberg. (Bild: Eva Seifried)

Gemütlicher Zoiglabend mit Schlachtschüssel-Essen

Der VdK Mantel-Kohlberg bemüht sich immer für seine Mitglieder unterhaltsame Veranstaltungen anzubieten. Nun hatten Uli Zeinz, Doris Borchardt und Ronald Dobner einen Zoigl-Abend mit Schlachtschüsselessen in der Zoiglstube Binnerlindl in Kohlberg organisiert. Doris Borchardt begrüßte mit Ronald Dobner die Gäste und bedankte sich beim Wirt, der extra am Donnerstag die Zoiglstube geöffnet hatte. Die Wirtsstube war voll belegt. Die Gäste aus Mantel und Kohlberg genossen dann Leberwurst und Blutwurst, Fleisch, Kraut und knusprigen Dotsch. Zoigl passte dazu hervorragend als Getränk. Es gab lebhafte Unterhaltung. Bürgermeister Richard Kammerer war auch unter den Gästen. Doris Borchardt legte dann das weitere Veranstaltungsprogramm des VdK Mantel-Kohlberg aus. Jeden ersten Mittwoch findet im Neue Welt Kino das VdK Kino um 10 Uhr statt. Gezeigt werden Filme für die Generation über 60 und alle Interessierten. Eintritt fünf Euro auf allen Plätzen. Die Gäste suchen dann den Film für den nächsten Termin aus. Am 12. April findet die Jahreshauptversammlung mit Ehrungen im Gasthaus „Hauptmann” statt. Am 9. Mai sind alle zur Mutter- und Vatertagsfeier eingeladen. Am 20. Juni findet ein Tagesausflug nach Regensburg mit dem Besuch des „Hauses der Bayerischen Geschichte” statt. Nach dem Mittagessen gibt es Zeit zur freien Verfügung. Weitere Informationen bei Ulrike Zeinz, Telefon: 016092369150 oder 09646/809434 oder Mail: ulisteinbauer@t-online.de
Vortrag Samstag Abend. Karl Prösl in mitten der Zuhörer (blaue Jacke unter der rechten Lampe) (Bild: Walter Fischer)

Karl Prösl referiert über Tradition und Gemeinschaft

Unter dem Motto „Kohlberg – Feiern, Feste und Vereine. Geselliges Leben im 20. Jahrhundert“, berichtete Bürgermeister a. D. Karl Prösl im Landgasthaus Janner über die Entstehung der Vereine, die Persönlichkeiten, welche sie gründeten und entscheidend prägten. Viele der heute bestehenden Vereine haben eine lange Tradition. Beginnend mit der Freiwilligen Feuerwehren und der Krieger- und Reservistenkameradschaft Kohlberg. Nicht alle der in Summe über 50 Vereine überdauerten bis heute. So gab es beispielsweise in der Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg drei Radfahr- und verschiedene Burschenvereine. So manch kuriose Begebenheit sorgte für Lacher unter den Zuhörenden. So rückte eine der beiden Ortsfeuerwehren vor vielen Jahrzehnten zu einem Brand nach Neumaierhof ohne Löschmaschine aus, weil der Kommandant den Schlüssel zum Feuerwehrhaus in der Tasche hatte und bei seiner künftigen Braut übernachtete. Der Brand konnte trotzdem gelöscht werden. Durch seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Marktgemeinde als Marktrat und Bürgermeister, Vereinsvorstand des SV-Kohlberg-Röthenbach sowie durch seine Tätigkeit als Berichterstatter für „Den Neuen Tag“, hat Prösl nicht nur ein umfangreiches Wissen, über die Geschehnisse und der, für einen Ort wie Kohlberg so wichtigen Vereine, sondern auch eine große Fotosammlung welche begleitend zum kurzweiligen Vortrag besichtigt werden konnte. Sowohl am Vortragsabend als auch am darauffolgenden Sonntagnachmittag kamen viele Besucher, um sich die Bilder mit großem Interesse anzusehen. So manch alte Geschichte wurde wieder in Erinnerung gebracht und man rätselte gemeinsam, wer denn die einzelnen Personen auf den historischen Fotos sind. Reinhard Ponitz hat dazu über einen Beamer Bilder der Unparteiischen und Freien Wähler seit Gründung der politischen Gemeinschaft gezeigt. Die beiden ehemaligen Vorsitzenden Prösl und Ponitz ermöglichten den aktuellen Kandidatinnen und Kandidaten der UPW /FW Kohlberg sich in der Vortragspause einem größeren Publikum vorzustellen. Alle sich Bewerbenden bewiesen, dass sie ihr berufliches Fachwissen und ihr Engagement bereits in verschiedenen Organisationen der Marktgemeinde und den Vereinen einsetzen und warben dafür die Ideen und die Tatkraft auch im Marktrat zum Wohle des Ortes einbringen zu dürfen. Der Vorsitzende Walter Fischer bedankte sich für den wertvollen Einsatz seiner beiden Vorgänger sehr herzlich. Das Publikum spendete Karl Prösl den verdienten Applaus.
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