Vortrag Samstag Abend. Karl Prösl in mitten der Zuhörer (blaue Jacke unter der rechten Lampe) (Bild: Walter Fischer)

Karl Prösl referiert über Tradition und Gemeinschaft

Unter dem Motto „Kohlberg – Feiern, Feste und Vereine. Geselliges Leben im 20. Jahrhundert“, berichtete Bürgermeister a. D. Karl Prösl im Landgasthaus Janner über die Entstehung der Vereine, die Persönlichkeiten, welche sie gründeten und entscheidend prägten. Viele der heute bestehenden Vereine haben eine lange Tradition. Beginnend mit der Freiwilligen Feuerwehren und der Krieger- und Reservistenkameradschaft Kohlberg. Nicht alle der in Summe über 50 Vereine überdauerten bis heute. So gab es beispielsweise in der Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg drei Radfahr- und verschiedene Burschenvereine. So manch kuriose Begebenheit sorgte für Lacher unter den Zuhörenden. So rückte eine der beiden Ortsfeuerwehren vor vielen Jahrzehnten zu einem Brand nach Neumaierhof ohne Löschmaschine aus, weil der Kommandant den Schlüssel zum Feuerwehrhaus in der Tasche hatte und bei seiner künftigen Braut übernachtete. Der Brand konnte trotzdem gelöscht werden. Durch seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Marktgemeinde als Marktrat und Bürgermeister, Vereinsvorstand des SV-Kohlberg-Röthenbach sowie durch seine Tätigkeit als Berichterstatter für „Den Neuen Tag“, hat Prösl nicht nur ein umfangreiches Wissen, über die Geschehnisse und der, für einen Ort wie Kohlberg so wichtigen Vereine, sondern auch eine große Fotosammlung welche begleitend zum kurzweiligen Vortrag besichtigt werden konnte. Sowohl am Vortragsabend als auch am darauffolgenden Sonntagnachmittag kamen viele Besucher, um sich die Bilder mit großem Interesse anzusehen. So manch alte Geschichte wurde wieder in Erinnerung gebracht und man rätselte gemeinsam, wer denn die einzelnen Personen auf den historischen Fotos sind. Reinhard Ponitz hat dazu über einen Beamer Bilder der Unparteiischen und Freien Wähler seit Gründung der politischen Gemeinschaft gezeigt. Die beiden ehemaligen Vorsitzenden Prösl und Ponitz ermöglichten den aktuellen Kandidatinnen und Kandidaten der UPW /FW Kohlberg sich in der Vortragspause einem größeren Publikum vorzustellen. Alle sich Bewerbenden bewiesen, dass sie ihr berufliches Fachwissen und ihr Engagement bereits in verschiedenen Organisationen der Marktgemeinde und den Vereinen einsetzen und warben dafür die Ideen und die Tatkraft auch im Marktrat zum Wohle des Ortes einbringen zu dürfen. Der Vorsitzende Walter Fischer bedankte sich für den wertvollen Einsatz seiner beiden Vorgänger sehr herzlich. Das Publikum spendete Karl Prösl den verdienten Applaus.


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Den jungen M7sikern machte der etwas andere Unterricht viel Spaß. (Bild: Hans Meißner)

Mit Pauken und Trompeten - Kohlberger Jungbläser verbinden Percussion und Posaunenchor

Viel Rhythmus, Action und Bewegung war am Buß- und Bettag beim Jungbläserworkshop des Kohlberger Posaunenchors angesagt. Während nur eines einzigen Tages gelang es den jungen Musikern sowohl mit ihren gewohnten Instrumenten, als auch mit neuen Rhythmusinstrumenten verschiedene Stücke einzuüben, diese miteinander zu verbinden und abschließend schwungvoll zu präsentieren. Fünfzehn Kinder und Jugendliche zwischen acht und fünfzehn Jahren hatten während ihres schulfreien Tages Lust gemeinsam Musik zu machen und dabei etwas Neues auszuprobieren. Darum hatten die Verantwortlichen des Chores für diesen Tag Tina Eff vom Bezirksjugendring Oberpfalz als Referentin eingeladen, die gleich mit einem ganzen Bus voller Perkussionsinstrumente anreiste. Gemeinsam mit der Jugendbeauftragen des Kohlberger Posaunenchores und der Leiterin der Jungbläsergruppe Erika Piehler gestaltete sie einen abwechslungsreichen und intensiven Probentag, bei dem der Spaß und das Gemeinschaftserlebnis natürlich auch nicht zu kurz kamen. Im Laufe des Workshops erarbeiteten die Kinder verschiedene Rhythmen und fügten sie schnell zu mitreißenden Stücken zusammen, bei denen voller Körpereinsatz und Konzentration gefragt war. Für Stärkung und Verschnaufpausen zwischendurch sorgten weitere Mitglieder des Posaunenchores mit einem leckeren Mittagessen und Kuchen am Nachmittag. Dass alle voll bei der Sache waren und viel Spaß hatten, spürte am Ende des Tages auch alle Zuhörer, die zu einem kleinen Abschlusskonzert eingeladen waren und die jungen Musiker mit begeistertem Beifall belohnten. Die Jungbläser des Posaunenchors Kohlberg bedanken sich ganz herzlich beim Bezirksjugendring Oberpfalz, der mit seinem Jugendkulturservice „Bunt gefächert” eine vielfältige Auswahl an Fachreferenten für jugendkulturelle Angebote von Hiphop bis Jonglage bietet und damit Kinder- und Jugendarbeit vor Ort in den Gemeinden fördert, für die Ermöglichung dieses rundum gelungenen Workshops
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