Von links nach rechts: Siegfried Sörgel, Bezirksvorstand Horst Embacher, Rudi Herrmann, Robert Haas, Vorstand Gerhard Windisch, Hans Kellner, Benjamin Heuchel, Bürgermeister Reiner Pickel und Frank Dannhauser. (Bild: René Rausch )

Die Soldaten- und Reservisten-Kameradschaft Haunritz‑Högen setzt auf Kontinuität und Gemeinschaft

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Haunritz‑Högen hielt am Sonntagabend im Gasthaus „Zum Alten Fritz“ in Haunritz ihre Jahreshauptversammlung ab, bei der neben den Neuwahlen der Vorstandschaft auch die Zukunft des Vereins im Mittelpunkt stand. Die Mitglieder bestätigten ihren bisherigen Vorstand geschlossen im Amt: Gerhard Windisch wurde erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt, ein Amt, welches er seit beeindruckenden 40 Jahren ausübt. Für diese außergewöhnlich lange Zeit in der Vorstandschaft wurde Windisch vom Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Soldatenbundes, Horst Embacher, besonders geehrt. Als 2. Vorsitzender wurde Benjamin Heuchel wiedergewählt. Unter den Ehrengästen befand sich zudem der 1. Bürgermeister der Gemeinde Weigendorf, Reiner Pickel. Pickel und Embacher hoben in ihren Grußworten die Bedeutung der Kameradschaft für das gesellschaftliche Miteinander im ländlichen Raum hervor. Sie betonten dabei, wie wichtig Wehr- und Zivildienst aus gesellschaftlicher Sicht seien: Junge Menschen lernten dort Verantwortung zu übernehmen, sich in eine Gemeinschaft einzufügen und Aufgaben zuverlässig zu erfüllen – Erfahrungen, die weit über die Dienstzeit hinauswirkten und für eine solidarische Gesellschaft unverzichtbar seien. Dabei wurde auch deutlich, dass die Kameradschaft – wie viele Traditionsvereine – mit einem Nachwuchsproblem zu kämpfen hat. Mitgliederzahlen stagnieren, und es wird zunehmend schwieriger, junge Menschen für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Die Anwesenden waren sich einig, dass neue Wege gefunden werden müssen, um die Bedeutung des Vereins und seine Werte an die nächste Generation heranzutragen. Für das laufende Jahr stehen bereits wichtige Termine fest: Beispielsweise findet am 24. Oktober 2026 der traditionelle Kameradschaftsabend statt, und am Volkstrauertag, dem 15. November 2026, wird in Ernhüll sowie in Hartmannshof ein Gedenken abgehalten. Trotz aller Herausforderungen blickt die Kameradschaft optimistisch nach vorn und plant, ihre bewährten Veranstaltungen fortzuführen sowie neue Impulse zu setzen, um das Vereinsleben attraktiv zu halten und die Gemeinschaft weiter zu stärken. Neue Mitglieder sind gerne gesehen.
Seniorennachmittag Weigendorf (Bild: Gabriele Bräutigam)

Gemeinsamkeit verbindet

Einmal im Jahr werden die Weigendorfer Senioren für ihr Lebenswerk geehrt und mit Kaffee und Kuchen gefeiert. Seit drei Jahren findet diese Feier nun unter der Woche und im Sommer statt – und zwar am Kugelplatz im Haunritzer Wirtsgarten unter den alten Linden. Der Seniorenbeauftragte Gerd Ertel hatte die Einladungen an die 300 Seniorinnen und Senioren Anfang der Woche auf seinem Quad persönlich ausgetragen. Er begüßte die fröhliche Runde – nahm seine Tour durch die Gemeinde aber auch zum Anlass, seinen Altergenossen verschärft ins Gewissen zu reden: Viele Häuser haben keine Hausnummern. An den Klingeln sind oft keine Namen. Wie soll sich da im Notfall ein Sanitäter zurechtinden? 2 Tage habe er – obwohl er als Weigendorfer viele kennt – so gebraucht, um die Adressaten der Einladungen zu finden. Da sei ihm erst aufgefallen, wie fahrlässig sich die Weigendorfer selbst gefährden, wenn es auf Minuten ankäme. Es ist nur zu hoffen, dass diese lebensrettende Botschaft wahr- und erstgenommen wurde. Bürgermeister Pickel freute sich, dass die Eingeladenen so vielzählig erschienen sind. Die Tische waren voll besetzt, voller Freude über den guten Kuchen, traditionell mit Liebe gebacken von den Frauen der Gemeinderäte. Für FreundInnen des Herzhaften gab's belegte Brötchen vom Alten Fritz. Die paar Regentropfen störten kein bißchen, als die Happy Heavenly Högenbachtaler mit „Applaus, Applaus” den stimmungsvollen Teil eröffneten.


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