Wenn der Nikolaus den Weihnachtsmarkt in Hohenburg besucht, ist das nicht nur für die Kinder ein großes Ereignis, sondern auch für die Erwachsenen. Auch heuer pflegten die Lauterachtaler die Gemeinschaft vor den Rathausarkaden, die oft als die Fußgängerzone in Hohenburg bezeichnet wird. Das leise Rieseln des Schnees ist zwar der Wunsch der Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle Hohenburg zum Auftakt des Weihnachtsmarktes geblieben – denn es gab nur Nieselregel, der den Besuch des himmlischen Herrn begleitete.
Ein leichter Schneeschauer wären sicherlich das i-Tüpfelchen gewesen, aber es hat nicht sollen sein. Man war trotzdem guter Dinge, als sich der Hohenburger Nikolaus von den Rathausarkaden der den Weg durch die Besucher suchen musste. Wie er sagte, konnte er seinen Knecht Ruprecht nicht mitbringen können, denn der war von einer argen Grippe geplagt aufs Kanapee gefesselt“, erzählte der himmlische Herr entschuldigend. „Aber dafür habe ich meinen Marktgemeinderats-Kollegen Hans Seitz mitgebracht, der sich schon seit vielen Jahren um die Geschenke für die Kindergartenkinder aus Hohenburg und Mendorferbuch kümmert.
Zum 26. Mal wurde heuer der Weihnachtsmarkt abgehalten. Bürgermeister Florian Junkes äußerte seine Freude darüber, in erwartungsvoll schauende Kinderaugen schauen zu dürfen. Er dankte der Trachtenkapelle Hohenburg, den Kindergärten aus Hohenburg und Mendorferbuch, der Lauterachtal-Grundschule, sowie den Vereinen für die Gestaltung des Weihnachtsmarktes am zweiten Adventswochenende.
Mit adventlichen Liedern verkürzten die Kindergartenkinder und der Leitung von Brigitte Semmler das Warten auf den himmlischen Herrn. Man spürte die familiäre Atmosphäre in der kleinen Budenstadt vor dem Rathaus, wo wärmender Glühwein und ein „Hohenburger mit Allem“ vom Feuerwehrgrill bestellt wurden. Am Sonntagnachmittag hatten die Grundschulkinder ihren großen Auftritt und zum Ausklang spielte die Jugend der Trachtenkapelle zur Unterhaltung auf.