Das Jahr 2026 wird einiges an Veränderungen bringen, prophezeite Ortspfarrer Markus Flasinski beim Neujahrsempfang der Pfarrei Michelfeld am Samstag in der Pfarrkirche. Für den staatlichen Bereich nannte er einige Beispiele, was alles ansteigt: Mindestlohn, Steuer- und Kinderfreibetrag, Rente oder Pendlerpauschale. Aus dem Bürgergeld werde die Grundsicherung, und die Mehrwertsteuer in der Gastronomie sinke von 19 auf 7 Prozent. „Und die jungen Leute bekommen 2026 Post von der Bundeswehr.“ Ein Wahljahr sei 2026 nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch in der katholischen Kirche, wo am 1. März die Pfarrgemeinderatswahl anstehe. Warum es wichtig sei, zu dieser Wahl zu gehen, erläuterte der Geistliche mit dem Prozess der Zentralisierung, der sich in der Kirche abspiele: „Es entstehen größere pastorale Räume.“ Im Erzbistum Bamberg sei ein Prozess eingeleitet worden, der das Entscheiden und Handeln für eine Kirche mit Zukunft zum Ziel habe. Ein erster Schritt dabei sei das Weiterentwickeln der Pastoralkonzepte. Der Prozess werde zu Herausforderungen vor Ort führen. Etwa beim Thema Gebäudekonzepte für Kirchen und Versammlungsflächen in den Pfarreien. In Michelfeld sei da etwa das Pfarrzentrum ein Beispiel. Wenn aus Bamberger Sicht in jeder Pfarrgemeinde nur noch die Pfarrkirche zuschussfähig sei, andere Gotteshäuser aber nicht mehr, wenn für manche Gemeinden eine Reduzierung von Versammlungsflächen empfohlen werde, stehe man vor schwierigen Entscheidungen. Pater Markus dankte den Mitgliedern von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung für ihre Arbeit, ebenso wie den treuen Kirchgängern. „Ohne das Wort Gottes sind wir verloren“, schloss er seine Ausführungen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erwin Holl gratulierte dem Priester zu dessen 63. Geburtstag, den er am Tag vorher gefeiert hatte. Spontan stimmten die Besucher des Neujahrsempfangs ein „Viel Glück und viel Segen“ für ihren Pfarrer an.