Bereits zum vierten Mal veranstaltete der IPZV Oberpfalz-Nord e. V. den Übungstag „Reiten wie ein Ritter“ auf seiner Passbahn – und knüpfte damit an das erfolgreiche Konzept aus dem Vorjahr an. Wie schon damals standen klassische mittelalterliche Reitexercitien wie Ringstechen, berittenes Bogenschießen und Schwertkampftechniken auf dem Programm.
In diesem Jahr wurde das Angebot jedoch um spannende neue Elemente erweitert: Erstmals konnten die Teilnehmer ihre Pferde behutsam an das Element Feuer gewöhnen. Mit Fackeln und kontrollierten Bodenfeuern wurde das Vertrauen der Pferde geschult – eine Übung, die sowohl Mut als auch feine Kommunikation zwischen Reiter und Pferd erforderte.
Ein weiteres Highlight war der Einsatz eines sogenannten „Fränkischen Reiters“, einer Vorrichtung, mit der das Lanzenreiten (Tjosten) trainiert werden konnte: der Reiter muss im Galopp entweder das Schild oder die Helmzier des Fränkischen Reiters mit der Lanze treffen, so dass das Ziel nach hinten klappt.
Des Weiteren musste mit dem Speer eine Sau (Strohballen) erlegt werden, mit dem Schwert wurden Äpfel zerteilt und beim „Hälseschlagen” Holzklötze getroffen. Die Mischung aus bewährten Übungen und neuen Herausforderungen begeisterte Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen. Der Verein zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz und unterstrich einmal mehr, wie vielseitig und lehrreich historische Reitweisen auch für den modernen Reitsport sein können.