Veröffentlicht am 11.06.2026 07:47

Lothar Richthammer gewinnt beim Ironman in Hamburg

von Wolfgang Würth

Lothar Richthammer unterwegs auf der Laufstrecke in Hamburg.  (Bild: Sportfotograf.de)
Lothar Richthammer unterwegs auf der Laufstrecke in Hamburg. (Bild: Sportfotograf.de)
Lothar Richthammer unterwegs auf der Laufstrecke in Hamburg. (Bild: Sportfotograf.de)

Er wird älter, aber nicht langsamer: Der Weidener Triathlet Lothar Richthammer hat erneut einen Ironman über die Langdistanz gewonnen. Beim Ironman-Hamburg war niemand in der Altersklasse 65 schneller als der 66-jährige Sportler aus Weiden. Damit wiederholte Richthammer seinen Altersklassen-Sieg aus dem Vorjahr, war aber um fast genau 40 Minuten schneller als im Vorjahr. Für Richthammer hätte der Wettkampf am Sonntag aber auch nicht besser laufen können, wie er drei Tage nach dem Wettkampf im Gespräch berichtet.

Während er sich im vergangenen Jahr vor allem beim Schwimmen schwergetan hatte, zahlte sich in diesem Jahr das verstärkte Training der vergangenen Monate aus. Nicht nur, dass er die nicht einfache Strecke auf Binnen- und Außenalster gut zehn Minuten schneller absolvierte: „Ich bin auch viel entspannter aus dem Wasser gekommen“, sagt Richthammer selbst.

Auf dem Rad war er dann schnell unterwegs und blieb auch von einem „Anschlag“ auf die Sportler verschont: Unbekannte hatten Metallspäne auf der Strecke verteilt, was zu Pannen und mindestens einem schweren Sturz führte. Die Polizei ermittelt Dank eines kontrollierten Radschnitts von 34 km/h (5.13 Stunden für 180 Kilometer) blieb genug Power für einen sehr soliden Marathon in 3.49 Stunden. Die Gesamtzeit von 10.39 Stunden reichte zu einem überlegenen Sieg in der Altersklasse.

Die Qualifikation für die WM auf Hawaii hat Richthammer geschafft, den Startplatz aber nicht angenommen, „schweren Herzens“, wie er selbst sagt. Aus persönlichen Gründen ist die Reise in diesem Jahr aber nicht möglich. Stattdessen stehen in diesem Jahr noch weitere Wettkämpfe über die Mittel- und Langdistanz in Leipzig, Italien und Kroatien an. Und auch das Ziel Hawaii habe er noch nicht aufgegeben, sagt Richthammer. Der Sport mache einfach immer noch wahnsinnig viel Spaß. Und die Zeiten werden mit dem Alter ja eher schneller als langsamer.

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