Die Landgraf-Ulrich-Schulen Pfreimd haben einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zu einem noch respektvolleren Miteinander erreicht. Mit einer überwältigenden Mehrheit von 92 % aller Mitglieder der Schulfamilie hat sich die Schule offiziell dazu bekannt, Teil des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden.
Die Teilnahme an diesem Projekt ist weit mehr als nur ein Titel. Wie die Bundeskoordination des Netzwerks auf ihrer offiziellen Seite schule-ohne-rassismus.org betont, handelt es sich nicht um eine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit oder ein Siegel, das absolute Rassismusfreiheit garantiert. Stattdessen ist es eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.
Indem die Schule die geforderte Hürde von 70 % deutlich übersprungen hat, verpflichten sich alle Unterzeichner zu drei zentralen Grundsätzen:
• Aktive Auseinandersetzung: Die Schule verpflichtet sich, nachhaltige Projekte und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierung, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
• Zivilcourage zeigen: Wenn es an der Schule zu Gewalt oder diskriminierenden Äußerungen kommt, wird nicht weggesehen. Die Mitglieder der Schulfamilie setzen sich aktiv dafür ein, diese Vorfälle offen anzusprechen und gemeinsam Wege des respektvollen Umgangs zu finden.
• Regelmäßigkeit: Mindestens einmal pro Jahr wird ein Projekt zum Thema Diskriminierung durchgeführt, um das Bewusstsein langfristig zu schärfen.
Mit diesem Schritt wird die Schule Teil des größten Schulnetzwerks in Deutschland. Über 5.000 Schulen mit mehr als 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern gehören bereits dazu. Das Netzwerk bietet der Schule Zugang zu einem breiten Spektrum an Bildungsmaterialien und Vernetzungsmöglichkeiten, um Themen wie Antisemitismus, Sexismus, Homophobie oder andere Formen der Ausgrenzung pädagogisch aufzuarbeiten.
Dass dieser Titel an der Landgraf-Ulrich-Schule keine bloße Theorie bleibt, zeigten bereits erste Aktionen im laufenden Schuljahr. In Projekten wie der Schulkino-Aktion „Gemeinsam für Respekt und Toleranz“ oder dem Bilderbuchprojekt „Du gehörst zu uns“ in der Grundschule setzten sich die Kinder schon früh mit der Bedeutung von Vielfalt und Akzeptanz auseinander. Auch aktuelle Themen wie der respektvolle Umgang in digitalen Medien (Projekt „Klicksalat“) fließen in die pädagogische Arbeit ein.
Als nächster großer Schritt steht die offizielle Titelverleihung an, über die die Schule zu gegebener Zeit informieren wird.