Jahreshauptversammlungen von Vereinen sind heute oft herausfordernd – besonders bei der Suche nach einer neuen Vorstandschaft. Auch in Schmidmühlen zeigte sich dies bei der Versammlung des VdK-Ortsverbandes. Vorsitzender Karl Bauer begrüßte zahlreiche Mitglieder sowie Bürgermeister Peter Braun und Johann Ludwig vom Kreisverband Amberg-Sulzbach.
Bauer skizzierte die Aufgaben des VdK, eines der größten Sozialverbände Deutschlands, der sich seit über 70 Jahren für soziale Gerechtigkeit einsetzt und u. a. in Renten-, Pflege- und Gesundheitsfragen berät sowie politisch aktiv ist. Die Entwicklung des Ortsverbandes ist positiv: Seit Bauers Amtsübernahme vor zehn Jahren wuchs die Mitgliederzahl von 105 auf 215, trotz vier Todesfällen im letzten Jahr.
Das Vereinsleben war vielseitig mit gut besuchten Treffen, Informationsveranstaltungen und Ausflügen, etwa nach Berlin, in den Bayerischen Landtag oder zu regionalen Einrichtungen. Weihnachtsfeiern mit über 100 Gästen waren Höhepunkte. Nur während der Pandemie pausierten Aktivitäten. Insgesamt fanden rund 40 Vorstandssitzungen statt. Kassiererin Heidi Ertelt bestätigte eine solide Finanzlage.
Besonderer Dank galt Raimund Scherer für sein langjähriges Engagement bei der Spendenaktion „Helft Wunden heilen”. Bürgermeister Braun und Johann Ludwig würdigten die wichtige soziale Arbeit und die positive Mitgliederentwicklung.
Die Neuwahlen verliefen jedoch erfolglos: Trotz eindringlicher Appelle konnten zentrale Ämter nicht besetzt werden. Lediglich Sophie Koller übernahm das Amt der Frauenbeauftragten. Damit bleibt die Zukunft des Ortsverbandes ungewiss; im schlimmsten Fall droht die Auflösung. Vorerst ruht die Arbeit, während der Kreisverband übergangsweise die Verwaltung übernimmt. Abschließend wurden Ditmar Kern (15 Jahre) und Karl Bauer (25 Jahre) geehrt.