Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden sich die Volleyballerinnen des SV Hahnbach in die Saisonpause. Beim Auswärtsspiel gegen die DJK Augsburg-Hochzoll zeigte das Team noch einmal große Moral und gewann mit 3:2 – überschattet wurde der Erfolg jedoch von einer Verletzung. Dabei begann die Partie ganz nach Plan. Hahnbach dominierte den ersten Satz nach Belieben und überrollte die Gastgeberinnen mit 25:14. Vor allem eine starke Aufschlagserie von Sara Sasic sorgte früh für klare Verhältnisse. Im zweiten Durchgang folgte dann der Schock: Zuspielerin Elli Kiehn musste mit einer Rückenverletzung vom Feld und konnte nicht mehr weiterspielen. Eine Ersatzzuspielerin stand nicht zur Verfügung, da Ersatzzuspielerin Franzi Beck parallel mit der zweiten Mannschaft um einen Relegationsplatz kämpfte.
Was folgte, war ein improvisierter, aber beeindruckender Kraftakt. Libera Marie Heidlinger übernahm aus dem Hinterfeld die Rolle im Zuspiel, unterstützt von den Diagonalspielerinnen Julia Polito und Mira Sperber , wenn sie selbst in Annahme und Abwehr eingebunden war. Was zunächst ungeordnet wirkte, entwickelte sich zunehmend zu einem funktionierenden System. Die Hahnbacher Angreiferinnen fanden Lösungen gegen den gegnerischen Block und sicherten sich auch den zweiten Satz mit 25:20.
Doch Augsburg-Hochzoll stellte sich auf die ungewohnte Spielsituation ein und kam zurück ins Spiel. Die Gastgeberinnen gewannen die Sätze drei und vier mit 25:18 und 27:25.
Im entscheidenden fünften Satz mobilisierte der SVH noch einmal alle Kräfte. Fester Zusammenhalt, totale Hingabe, Opferbereitschaft und der unbedingte Wille, für Elli Kiehn diesen Sieg zu holen, kämpften sich die Hahnbacherinnen Punkt für Punkt zum Erfolg. Mit 15:12 sicherten sie sich den Tiebreak – und damit einen emotionalen 3:2-Auswärtssieg. Am Ende steht für den SV Hahnbach ein starker vierter Tabellenplatz. Doch wichtiger als das Ergebnis war an diesem Tag die geschlossene Mannschaftsleistung – und die Hoffnung, dass sich die Verletzung von Elli Kiehn nicht als allzu schwerwiegend erweist.