Sie machte das 29 Jahre ehrenamtlich, marschierte zu Fuß teils auch mehrmals in der Woche durch Kohlberg oder fuhr mit dem Auto die ganzen Dörfer bis Röthenbach und die einzelnen Gehöfte ab, um den hier wohnenden Menschen die Gemeindepost zu überbringen. Brigitte Hipke war die Gemeindeboten, die alles ins Haus brachte. Erfreuliches aber auch Unerfreuliches. Sitzungsladungen für die Markträte, Wasserablesezettel und dann Wasser- und Abwasserbescheide, Wahlbenachrichtigungen und Überbringen der Briefwahlunterlagen, die Bürgerbriefe und auch kurzfristige Benachrichtigungen für Ortsteile etwa bei Wasserrohrbrüchen, verbunden mit Absperrungen. Der Umfang von Hipkes Botenaufgabe ließe sich weiter ausdehnen. Zudem betreute sie sieben Amtliche Gemeindeaushänge im Gemeindegebiet. Ihr habe es immer Spaß gemacht, sagt Hipke, gerade der Kontakt zu den Menschen in der Gemeinde. Nicht aber zu den freilaufenden Hunden, die ein Ärgernis für sie waren. Ein Zweites führt sie zudem an. Da haben die Leute DIN A 5 Briefkästen und ich muss Wahlunterlagen in DIN A 4 Größe unterbringen. Ein Problem, das dann teilweise durch Klingeln an der Haustür relativiert wurde. Bürgermeister Gerhard List verabschiedete zusammen mit seinem Stellvertreter Adrian Blödt die Gemeindebotin Hipke. Äußerst zuverlässig und loyal zur Gemeinde mit gutem Kontakt und Verhältnis zu den Bürgern, skizzierte Bürgermeister List. Eingestellt wurde damals von 29 Jahren von Bürgermeister Karl Prösl und List verabschiedete sie nun. Der Bürgermeister betont dabei, dass die Gemeinde einen oder eine Nachfolger/in sucht und jeder könne sich bei Interesse bei ihm melden.