Ein besonderes Abenteuer erwartete in den Herbstferien Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren: Bei einer nächtlichen Taschenlampenführung, organisiert von der KAB Kirchenthumbach, erkundeten sie die Bergkirche „Maria Zell” und ihre Umgebung.
Die Führung begann am Pfarrheim, wo die Kinder mit Knicklichtern ausgestattet wurden. Gemeinsam zog die Gruppe zur historischen Lindenallee. Dort erfuhren die Kinder, dass der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde – als Dank einer Frau, die nach schwerer Krankheit wieder gesund wurde. Die alten Linden, die den Weg säumen, erzählen, so die Führung, ihre eigenen Geschichten im Wind.
Mit ausgeschalteten Taschenlampen lauschten die Kinder der nächtlichen Natur, bevor sie weiter zur Bergkirche zogen. Vor dem imposanten Bauwerk erfuhren sie, wie der Schneider Johann Friedrich Eisenhut 1714 nach einem Überfall der Mutter Gottes versprach, eine Kapelle zu bauen – der Ursprung der heutigen Kirche. Die Kinder durften die Fassade mit ihren Lampen erkunden und entdeckten dabei spannende Details und Jahreszahlen.
Im Inneren der Kirche richteten die Kinder ihre Taschenlampen auf die kunstvollen Deckenbilder und hörten die Geschichte von Eisenhuts mutigem Versprechen. Am prächtigen Rokokoaltar entdeckten sie das Bild der Muttergottes von Maria Zell, das Friedrich Eisenhut nach seiner wundersamen Rettung anfertigen ließ. Außerdem lernten sie die Heiligen Georg und Florian kennen. Besonders begeistert waren die Kinder beim Entdecken der vielen Engel um den Altar und auf Bildern in der Kirche. Zum Abschluss durfte sich jedes Kind einen kleinen Schutzengel-Anhänger aussuchen.
Musikalisch begleitet von Orgelspiel und gemeinsam gesungenem Marienlied versammelten sich die Kinder in den Kirchenbänken. Mit einem Dank an Maria endete die Führung, bevor die Kinder von ihren Eltern abgeholt wurden – erfüllt von neuen Eindrücken und dem Gefühl, ein kleines Abenteuer erlebt zu haben.