Im Sportheim Parkstein fand am Samstagabend die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jugendblaskapelle Parkstein (JBK) statt. Die 1. Vorsitzende Gisela Witt begrüßte zahlreiche Mitglieder und konnte als Ehrengäste Ehrenvorstand Hans Ritter, Ehrenmitglied Rudolf Schraml, Pater James, Bürgermeister Reinhard Sollfrank sowie Mitglieder des Marktgemeinderats willkommen heißen. Im Mittelpunkt des Abends standen das 35-jährige Bestehen der JBK in diesem Jahr und die geplante Neuanschaffung der Vereinstracht.
Zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute der acht im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder: Karl Schraml, Günther Sellmeyer, Hans Käs, Fanny Zetzl, Rudolf Trescher, Grete Schurr, Manfred Trescher und Konrad Steiner.
Rechenschaftsberichte: 35 Jahre Leidenschaft – Probenraum, Tracht und Nachwuchs im Fokus
In den Berichten von Vorsitzender Gisela Witt und Dirigent Alfons Steiner wurde die 35-jährige Geschichte der JBK lebendig. „Die JBK ist ein kultureller Bestandteil der Marktgemeinde Parkstein und ein Werbeträger nach außen“, hob Steiner hervor. In den vergangenen 35 Jahren habe der Verein über 500 Schülerinnen und Schüler ausgebildet und zahlreiche unvergessliche Höhepunkte gefeiert – darunter das Bundesbezirksmusikfest zum 10-jährigen Jubiläum, die Feiern zum 20- und 25-jährigen Bestehen sowie unzählige Herbstkonzerte, Starkbierfeste und Serenaden. Als Glücksfall bezeichnete Steiner die langjährige Unterstützung durch Walter Winkler. Auch die Kontinuität an der Vereinsspitze würdigte er ausdrücklich: In 35 Jahren führten lediglich drei Vorstände den Verein – der verstorbene Ehrenvorstand Siegfried Kreuzer, Ehrenvorstand Hans Ritter und die heutige Vorsitzende Gisela Witt.
Stets war die JBK ein verlässlicher musikalischer Begleiter sowohl der Markt- als auch der Pfarrgemeinde. Besonders hervorzuheben ist das außergewöhnlich gut besuchte Starkbierfest 2026: Von halb acht bis nach 1 Uhr begeisterten die Musiker ein breites Publikum mit toller Unterhaltungsmusik. Steiner würdigte abschließend die Arbeit seines Kollegen Andreas Bäumler, der „mit viel Feingefühl, Können und Idealismus die JBK qualitativ verbessert“ habe. Ein zentrales Anliegen bleibt die Schaffung eines eigenen Proberaums – bei so vielen musikalischen Aktivitäten, so Steiner nachdrücklich, sei dieser unabdingbar. Mit einem Spruch des Dirigenten und Motors des Vereins lässt sich das Jubiläumsjahr treffend zusammenfassen: „Musik ist die stärkste Form der Magie.“ Diese Magie lebt die JBK Parkstein seit 35 Jahren – und will sie noch viele weitere Jahre ausstrahlen.
Mitdirigent Andreas Bäumler zog eine ebenfalls positive Bilanz. Die JBK verfüge derzeit über eine hervorragende Besetzung mit talentierten und motivierten Musikerinnen und Musikern, die ein breites Spektrum souverän bewältige – von klassisch-symphonischer Musik über traditionelle Blasmusik bis hin zu moderner Unterhaltungs- und Filmmusik. Aushilfen seien im Vergleich zu anderen Vereinen kaum nötig. Zugleich wies Bäumler auf rückläufige Nachwuchszahlen hin – ein Phänomen, das alle Vereine betreffe. Sein Appell an die Bevölkerung: „Wer Eltern kennt, deren Kind ein Instrument lernen möchte, soll uns einfach Kontakt vermitteln.“ Auch Schülerinnen und Schüler, die bereits an der Musikschule oder am Gymnasium Unterricht erhalten, seien herzlich zum Mitspielen eingeladen. Dank des engagierten Ausbilderteams ist die Nachwuchsarbeit der JBK auf breiter Basis gesichert: Leni Götz (musikalische Früherziehung, 7 Kinder), Marina Sauer (5 Blockflöten- und 4 Querflötenschüler), Benno Englhard (3 Trompetenschüler), Roman Chwalinski (7 Schüler an Klarinette und Saxophon) sowie Sebastian Wismann, der nach Jahren wieder einen Schlagzeugschüler unterrichtet.
Auch das 35-jährige Jubiläum wird gebührend gefeiert: Am Jubiläumswochenende gestaltet die JBK gemeinsam mit den Neuhauser Boum und der Blaskapelle Reuth eine Serenade, umrahmt den Bayerischen Abend mit der Sitzweilmusi und begleitet am Sonntag Gottesdienst und Frühschoppen. Ein weiterer Höhepunkt steht mit dem Herbstkonzert bevor, bei dem möglicherweise auch Archivstücke eine Neuauflage erleben.
Einen aufschlussreichen und umfangreichen Bericht über die Finanzen legte Kassier Bernhard Dütsch vor. Der Verein steht wirtschaftlich gut da, eine größere Investition zeichnet sich jedoch ab: Die mittlerweile 30 Jahre alte Vereinstracht muss neu angeschafft werden – nach ersten Planungen liegen die Kosten zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Ein herzlicher Dank gilt in diesem Zusammenhang den ortsansässigen Betrieben, die die JBK bereits mit großzügigen Spenden unterstützt haben. Weitere Unterstützung aus Parkstein und Umgebung ist herzlich willkommen.
Bernhard Dütsch hatte den Posten des Kassiers im September 2025 kommissarisch von Olaf Kübler übernommen. Die Mitgliederversammlung bestätigte ihn nun einstimmig in seinem Amt. Ebenso stimmte sie der vorgeschlagenen Anpassung der Mitglieds- und Ausbildungsbeiträge zu.
Ein besonders festlicher Teil der Versammlung waren die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder. Für 10, 20, 25, 30 und 35 Jahre Mitgliedschaft wurden zahlreiche Personen ausgezeichnet – ein eindrucksvolles Zeugnis für Treue und Zusammenhalt in der JBK-Familie.
Die Ehrennadel für 10- und 20-jähriges aktives Musizieren überreichten Kreisvorsitzende Gisela Witt und ihr Stellvertreter Patrick Treml.