Insgesamt 19 Alarmierungen hatte die Freiwillige Feuerwehr Wildenreuth im Jahr 2025 zu verzeichnen. Neben drei Brandalarmierungen waren dies vorwiegend sogenannte Technische Hilfsleistungen (THL) – dies umfasst beispielsweise Unterstützung und Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, Sturmschäden oder Ölaustritten. „Die volle Einsatzfähigkeit war bei allen Alarmierungen gegeben“ zeigte sich Kommandant Daniel Hackl erfreut, selbst tagsüber habe es keinen Mangel an Einsatzkräften gegeben.
Positiv bewertete der Kommandant auch die im letzten Jahr absolvierten gemeinsamen Übungen mit Wehren aus den umliegenden Ortschaften. Dabei habe man wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall sammeln können und zudem die Kameradschaft mit den Nachbarwehren verstärkt.
Die Mannschaftsstärke beim Nachwuchs liegt aktuell bei 5 Aktiven berichtete Jugendwart Korbinian Kreuzer. Trotz der geringen Zahl war der Leistungsmarsch in Krummennaab erfolgreich absolviert worden.
Aufgrund der weiter zunehmenden Waldbrandgefahr überlegt der Landkreis zusätzliche Fahrzeuge zur Bekämpfung dieser anzuschaffen. Kleinere Feuerwehren wie Wildenreuth seien aber wohl aufgrund der geringeren Kapazitäten bei der Zuteilung dieser außen vor, informierte Kreisbrandmeister Herbert Thurm. Für einen möglichen Katastrophenfall bat Thurm zudem um die Zusage eines sogenannten Katastrophenschutzkontingentes. Der Landkreis müsse im Fall der Fälle bereits am ersten Tag 160 Leute am Einsatzort bereitstellen können; nach drei Tagen erfolge eine Ablösung mit frischen 160 Einsatzkräften. Dazu brauche der Kreis verbindliche Zusagen.
Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Johannes Reger wurden 1. Vorstand Roland Krommer, 2. Vorstand Reinhard Hofmann, Kassier Tobias Klier und Schriftführerin Alina Popp einstimmig im Amt bestätigt. Als Kassenprüfer wurden Karlheinz Hederer und Helmut Gollwitzer gewählt. Ein Dank erging an Matthias Knodt als langjähriger Kassenprüfer. Um die Planungen zum Fest des 155-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Wildenreuth im September nächsten Jahres auf mehr Schultern zu verteilen, wurde die Zahl der Beisitzer in der Vorstandschaft erhöht. Gewählt wurden dazu Korbinian Kreuzer (Jugendwart), Mario Strauß, Timo Schönfelder und Simon Krauß.
Vorstand Krommer dankte dem Bürgermeister Reger für die Zusammenarbeit in den zurückliegenden sechs Jahren. Künftig übernehme die Stadt Erbendorf die Anschaffungskosten der Dienstuniform. Bürgermeister Reger zeigte sich mit diesem Beschluss des Stadtrates nicht sehr glücklich, das Geld wäre besser beim Einsatzmaterial aufgehoben gewesen. Der Bürgermeister hob den gesellschaftlichen Wert der Feuerwehr in Wildenreuth als Kernbestandteil des Dorflebens hervor und lobte die Beständigkeit und Einsatzbereitschaft der Aktiven. Zudem sei die Fahrzeugpflege und -umbau vorbildlich. Ehrenkommandant Thomas Simmerl erinnerte an den Defi am Feuerwehrhaus, der im Notfall für jeden verfügbar ist. Für die 30-jährige Mitgliedschaft wurden Meissner Andreas, Schieder Rolf und Schieder Jürgen geehrt.