Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Thanhausen blickte Jagdvorsteherin Martha Jung auf ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr zurück. In ihrem Tätigkeitsbericht machte sie deutlich, wie viel Engagement und Gemeinschaftsarbeit hinter der Pflege der Wege und Flächen im Jagdgebiet steht.
Bereits im August besichtigte sie gemeinsam mit Josef Hubmann am Buchberg im Bereich Fuchsloch die Bäumchen, die dort entlang eines Weges entfernt werden sollen. Gleichzeitig erkundigte sie sich beim Landratsamt, welches Material für die Auffüllung und Instandsetzung des Weges geeignet wäre. Dabei wurde auch angefragt, ob eventuell anfallendes Material aus Baumaßnahmen im Dorf dafür verwendet werden könnte. Eine Rückmeldung dazu steht derzeit noch aus.
Erfolgreich instand gesetzt wurde im September der defekte Hochentaster. Nachdem vergeblich nach Ersatzteilen gesucht wurde, schien eine Reparatur zunächst aussichtslos. Patrick Jung nahm sich schließlich der Herausforderung an und bewies großes handwerkliches Geschick. Durch das Kürzen des Gestänges und den Einbau eines passenden Mitnehmers gelang es ihm, das Gerät wieder funktionsfähig zu machen. Der Hochentaster steht damit weiterhin für die Arbeiten im Jagdrevier zur Verfügung.
Auch im Herbst war die Jagdvorsteherin mit dem Mulcher unterwegs und pflegte mehrere Wegränder im Revier. Jung: „Diese Arbeiten sind wichtig, um Wege frei und befahrbar zu halten.“ Der Mulcher wurde anschließend gründlich gereinigt und geschmiert, bevor das Gerät wieder bei Bernhard Walter untergestellt wurde.
Neben den praktischen Arbeiten stand auch die Information im Mittelpunkt. So nahm Martha Jung im Dezember an einem Online-Vortrag des BBV-Jagd teil, bei dem über aktuelle Beratungsmöglichkeiten für Jagdgenossenschaften informiert wurde.
Ein fester Termin im Jahreslauf ist auch das traditionelle Rehessen, zu dem der Jagdpächter im Januar eingeladen hatte. In geselliger Runde informierte Herr Schön über die aktuellen Abschusszahlen. Besonders erfreulich ist, dass weiterhin Drohnen eingesetzt werden, um vor der Mahd nach Rehkitzen zu suchen und diese zu retten. Dafür sprach Jung der Familie Schön und allen beteiligten Jägern ihren herzlichen Dank aus.
In einem Gespräch mit Förster Oswald Hamann über die Instandsetzung der Wege wurde auch die Möglichkeit erörtert, schlagkräftige Geräte für die Wege der Jagdgenossenschaft einzusetzen. Hamann sagte seine Unterstützung zu und will Bescheid geben, sobald entsprechende Maßnahmen geplant sind. Voraussetzung wäre allerdings, dass zuvor Material auf die Wege aufgebracht wird.
Ein weiterer Punkt der Versammlung war das neue Jagdgesetz.
Wie bereits in der Presse berichtet, plant der bayerische Jagdminister Hubert Aiwanger eine Änderung des Jagdgesetzes, die den Jagdgenossenschaften mehr Eigenverantwortung einräumen soll. Derzeit, so erklärte es die Jagdvorsteherin, gilt für die Jagdgenossenschaft Thanhausen ein dreijähriger Abschussplan für die Jahre 2025 bis 2027. Jung: „Alternativ könnte künftig jährlich darüber abgestimmt werden, wofür jedoch jeweils eine gemeinsame Waldbegehung notwendig wäre. Dabei geht es in erster Linie um die Regulierung des Rehwildbestandes.“ Jagdpächter Schön, so Martha Jung, sprach sich dafür aus, den bestehenden Abschussplan beizubehalten. Wofür dann auch alle anwesenden Jagdgenossen ihre Zustimmung gaben.
Zum Abschluss ihres Berichtes bedankte sich Martha Jung herzlich bei allen, die sie im vergangenen Jahr unterstützt haben. Ihr besonderer Dank galt den Helfern, die bei den Arbeiten im Revier mit angepackt haben, ebenso denjenigen, die Geräte und Gerüst unterstellen und damit die Arbeit der Jagdgenossenschaft erleichtern. Ihr Bericht machte deutlich, dass hinter der Arbeit der Jagdgenossenschaft nicht nur Organisation und Verantwortung stehen, sondern vor allem auch Zusammenhalt, Engagement und die gemeinsame Sorge um Natur und Landschaft rund um Thanhausen.
Neuwahlen:
Jagdvorsteherin: Martha Jung
Stellvertreter: Georg Sollfrank
Schriftführer: Robert Birkner
Kassenführer: Josef Hubmann
Beisitzer: Bernhard Walter, Stefan Schwamberger
Rechnungsprüfer: Michael Heldwein, Markus Schüßler