Die Flurbereinigung Thanhausen lebt vor allem von den Menschen dahinter – von ihrem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und der Verbundenheit zur Heimat. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung in der Mehrzweckhalle eindrucksvoll sichtbar.
Vorsitzende Martha Jung blickte auf ein arbeitsreiches Jahr zurück, geprägt von gemeinschaftlichem Einsatz und praktischer Arbeit. Ein Beispiel für diesen Einsatz zeigte sich bei den Kanalbauarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung, als der Weg unterm Geißbühl als Ausweichroute benutzt werden musste. Eine Anfrage der Feuerwehr wegen eines teilweise abgebrochenen und in die Fahrbahn ragenden Astes entwickelte sich schnell zu einem größeren Arbeitseinsatz. „Es war eben nicht nur ein Ast“, schilderte Jung. Mit vereinten Kräften wurde mehrere Stunden lang gearbeitet. Das Holz und Gestrüpp wurde dann vom Anlieger beseitigt. Dadurch war die Sicherheit wiederhergestellt. Ein spontaner Einsatz, der sinnbildlich für den Zusammenhalt in Thanhausen steht.
Doch auch die Belastung durch schwere Lastwagen hinterließ Spuren auf den Wegen, die künftig erneuten Einsatz erfordern werden. Die regelmäßige Pflege kam nicht zu kurz: Im August und November wurden Wege und Bereiche rund um das Kimmerlskreuz sorgfältig gemulcht. Geräte wurden gemeinschaftlich genutzt und repariert – etwa ein Riss am Mulchgerät, der fachkundig geschweißt wurde. Jung betonte: „Jeder bringt sich ein, jeder hilft, wo er kann.“
Ein Meilenstein war die Vorstellung der Dorferneuerungsplanung im September, die deutlich machte, dass Thanhausen aktiv seine Zukunft gestaltet. Im Oktober folgte ein Vor-Ort-Termin mit dem Bayernwerk: Die geplante Erdverkabelung vom Trafo an der Bärnauer Straße bis zum „Brechl“ soll größtenteils über Flurbereinigungswege verlaufen und langfristig zur Modernisierung beitragen.
Auch das gesellschaftliche Leben kam nicht zu kurz: Im November wurde das Thanhauser Vereinskartell gegründet – ein starkes Zeichen für Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg. Persönliche Dankesworte richtete Jung an Wolfgang Sertl und Josef Ernstberger für die Pflege des Denkmals.
Die Versammlung machte deutlich: Thanhausen lebt vom Mitmachen. Menschen, die Verantwortung übernehmen, anpacken und ihre Heimat aktiv gestalten, tragen die Flurbereinigung – gestern, heute und in Zukunft.