Kreisbrandrat Christof Strobl bezeichnete die Berichte der Freiwilligen Feuerwehr Schmidtstadt sehr interessant und anerkannte, dass die verhältnismäßig kleine Wehr so viele Aktivitäten aufweise.
Vorsitzender Harald Heinl begrüßte neben einer „Reihe von Ehrengästen“ vor allem Philipp Heinl als jüngsten Neuzugang in der Jugendwehr. Dem Feuerwehrverein gehören 60 Mitglieder an, davon acht Damen.
Das ausführliche Protokoll von Schriftführer Hans Zäch fand die Anerkennung der Versammlung. Der Kassenbericht von Thomas Dürrschmidt schloss mit einem Plus. Kassenprüferin Sandra Meier, die mit Claudia Roth die Finanzen überprüft hatte, bescheinigte dem Kassier eine einwandfreie Arbeit.
Die Führungskräfte nahmen die Ehrung von Schriftführer Hans Zäch für 25 Jahre, von Klaus Hofmann für 40 Jahre und von Andreas Pürner für 50 Jahre aktiven Wehrdienst vor.
In seinem Jahresbericht listete Vorsitzender Harald Heinl sportliche und kameradschaftlich bezogene Aktionen auf. Die Wehr nahm teil am Gemeindekegelturnier, am Pokalschießen, am Festzug beim Jubiläum in Hirschbach und an der Feier zum Volkstrauertag. Er lobte das gelungene Maifest auf dem Gelände der Familie Appel mit dem vorausgegangenen Gottesdienst. Er freute sich, dass die Wanderung über Neutras nach Hubmersberg bis Eschenbach so gut angenommen wurde. Ehrenvolle Aufgaben sah er bei Besuchen von runden Geburtstagen unter den Wehrangehörigen, aber auch an der Teilnahme bei der Beerdigung zweier Mitglieder. In 2026 erkämpften sich die Damen beim Gemeindekegelturnier den 3. Platz. Am 28. März sei ein Besuch im Landgut Laubhof vorgesehen, am 10.5. ein Festzug bei der Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach, im Juni ein Menschen-Kickerturnier und im Herbst ein Weinfest. Außerdem werde mit Vorbereitungen für die 150-Jahrfeier in 2027 begonnen.
Kommandant Peter Appel berichtete von 36 aktiven Wehrangehörigen, davon acht Damen und drei Atemschutzträger. Fünf Personen wirken als Gruppenführer in der Wehr. Die letzte Prüfung zum Gruppenführer bestand mit Erfolg Alexander Roth. An Einsätzen musste zu einem Verkehrsunfall geeilt werden. Ansonsten festigten die Wehrdamen und –männer ihre Fertigkeiten bei Atemschutzübungen, Hydranten-Überprüfung, Gemeinschaftsübungen, wie zum Beispiel in der Kläranlage oder am Jurahof, Funkübungen, Löschübungen und einer Gemeinschaftsübung zur Brandschutzwoche. Auch die Jugend erweiterte ihr Wissen. Anliegen und Bedarf der vier Gemeindewehren fanden Gehör bei einer Kommandantenbesprechung mit der Gemeinde. Hier kam auch die Einrichtung einer Alarmierungs-App mit ihren verschiedenen Funktionen zur Sprache. Die aktive Wehr wird bei Schulungen in die Nutzung dieser wertvollen Ergänzung eingewiesen. Für 2026 ist eine Leistungsprüfung zusammen mit der Kirchenreinbacher Wehr vorgesehen. Außerdem soll das Feuerwehrgerätehaus einen neuen Anstrich bekommen.
Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde lobte Bürgermeister Roman Berr. Er sprach die Neubeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen an, bei der künftig zwei kleinere Fahrzeuge die alten großen ersetzen werden. Das Regionalbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) erlaube auch Zuschüsse für kleinere Projekte der Feuerwehren. Der Bürgermeister würdigte das gute Vereinsleben und die umfangreichen Übungen der Schmidtstädter Wehr.
Kreisbrandrat Christof Strobl fand die Berichte der Wehr sehr interessant. „Eine kleine Wehr, aber viele Aktivitäten. Das ist nicht überall so positiv.“ Strobl befürchtete im Laufe der Jahre einen Rückgang der Bereitschaft zur aktiven Feuerwehr. Im Landkreis musste 2025 zu weniger Einsätzen ausgerückt werden. Dafür aber gab es einen Tornado. Der Klimawandel wird künftig mehr Einsätze für die Feuerwehren fordern.
Über die ersten Beschlüsse zu dem bevorstehenden Jubiläum der Wehr an Pfingsten 2027 gab Vorsitzender Harald Heinl abschließend einen kurzen Überblick mit dem Wunsch, dass sich die Mitglieder mit Vorschlägen und Ideen zur Gestaltung einbringen mögen.