Jagdvorsteher Alois Albersdörfer hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen und begrüßte die beiden Jagdpächter Max Frank und Stefan Glaser, Bürgermeister Günter Kopp sowie die anwesenden Jagdgenossen mit Begleiterinnen.

In einer Gedenkminute gedachte man der verstorbenen Jagdgenossen. Anschließend berichtete der Jagdvorsteher über das Jahresgeschehen. Es gab immer wieder kleinere Wildschäden durch das Schwarzwild, die sich in Grenzen hielten und mit den betroffenen Grundstücksbesitzern geklärt wurden. Mit einem Wiesenbüffel wurden Grünlandschäden eingeebnet und angesät. Im Spätherbst tauchte dann das Schwarzwild wieder vermehrt auf und hinterließ seine Spuren in den Wiesenbereichen. In einer Vorstandssitzung wurde die Auszahlung des Jagdpachtschillings sowie die Kostenübernahme für die Drohnenflüge zur Kitzrettung beschlossen. Die Jagdpächter stellten Kitzkörbe für die zeitweilige Unterbringung zur Verfügung. Der Waldkindergarten erhielt eine finanzielle Spende für den Aufbau eines Waldtheaters.

Es wurden Wildschweine, Rehwild, Füchse, Marder, Eichelhäher, Rabenkrähen, Krähen und Elstern bejagt und erlegt. Beide Jäger erfüllten die Abschusspläne, aber laut den aktuellen Verbissgutachten ist zukünftig eine größere Wildentnahme erforderlich. Jagd und Wald bedürfen praktischer Regeln, um der fortschreitenden Entwicklung entgegenzuwirken. Aufgrund der Vegetation wurde die Jagdzeit auf Mitte April vorverlegt. Der Biber sorgt mit seinen Dämmen für Wasserrückstauungen und fällt Bäume, die zu nicht unerheblichen Schäden führen. Er genießt einen hohen Schutzstatus und nur das Landratsamt kann Fanggenehmigungen unter gewissen Voraussetzungen ausstellen.

Im Anschluss verlas Schriftführer Christian Rauch das Protokoll der letztjährigen Versammlung. Über einen soliden Kassenstand berichtete Kassier Josef Scherm, und die beiden Kassenprüfer Max Frank und Rainer Bayer bescheinigten eine ordentliche und nachvollziehbare Kassenführung, dem sich die einstimmige Entlastung anschloss. Der Jagdpachtschilling wird als Rücklage verwendet.

Bürgermeister Günter Kopp stellte fest, dass die Zusammenarbeit zwischen den Jagdpächtern und der Jagdgenossenschaft gut funktioniert und die rechtlichen Vorgaben als Grundlage für die Aufgabenerfüllung dienen. Den Waldtieren Lebensräume für die Entwicklung zur Verfügung zu stellen, ist eine sehr wichtige Voraussetzung, damit die Wildtiere gedeihen, wachsen und sich fortpflanzen können. Er dankte dem Jagdvorsteher Alois Albersdörfer für die Leitung, Führung und Organisation der Jagdgenossenschaft, den Jagdgenossen für die Hilfe, Unterstützung und das Zusammenwirken sowie den Jagdpächtern mit Jägern für die Betreuung des Jagdgebietes und den damit verbundenen Tätigkeiten.

Zum Schluss wies der Jagdvorsteher darauf hin, Besitzerwechsel oder Übergaben zu melden, um den Jagdkataster auf aktuellem Stand zu halten. Er bedankte sich für die Bereitstellung der beiden Rehe und die schmackhafte Zubereitung durch die Küche und beendete die Zusammenkunft mit den Worten: „Lasst uns gemeinsam anpacken und die Zukunft unserer Jagdgenossenschaft gestalten!“