In der Jahreshauptversammlung der FFW Lenau, die auch die Dienstversammlung der aktiven Wehr beinhaltet, begrüßte 1. Kdt. Christian Horn rund 30 Mitglieder und Gäste im Versammlungsraum des Gerätehauses. Besonders begrüßt wurden KBI Otto Braunreuther, KBM Florian Braunreuther sowie der federführende Kommandant Ernst Braunreuther und der stellvertretende Bürgermeister Albert Sollfrank.
Horn gab der Versammlung einen Abriss des vergangenen Jahres zur Kenntnis. Zehn Einsätze zur technischen Hilfeleistung wie Verkehrsunfälle, Bäume über der Straße, Verkehrslenkungen sowie eine Bergrettung wurden absolviert.
Im Übungsgeschehen probte man 14 Mal das Zusammenspiel der Kräfte – auch überörtlich mit anderen Wehren der Gemeinde Kulmain. Er appellierte an die Aktiven sich mehr bei den Übungen zu beteiligen. Nur wer übt könne auch im Ernstfall professionelle Hilfe leisten.
Horn verfügt derzeit über 22 Aktive, wovon eine Dame unter den Dienstleistenden ist.
Im vergangenen Jahr wurden Korbinian Bayer, Fabio Friedrich, Toni Stich sowie Oliver Wagner als Maschinisten für Löschfahrzeuge ausgebildet; letztere beiden unterzogen sich ebenfalls der Ausbildung zum Feuerwehrführerschein und dürfen nun das Tragkraftspritzenfahrzeug auch bewegen.
Die Wehr sei gut aufgestellt und hat neben dem Einsatz- und Übungsdienst auch weitere Aufgaben erledigt. So wurde ein Gestell für die Garnituren und das Zelt gebaut, die Baumpflanzchallenge absolviert und bei der Kegelmeisterschaft mitgemacht. Der Schule wurde ein umfassender Einblick beim „Tag der Feuerwehr“ mit den anderen Wehren gegeben.
Horn freute sich sehr über die neue Schutzkleidung von S-Gard und dass die Fahrzeughalle nun mit einer Heizung ausgestattet wird. Hierfür haben die Aktiven bei einem Arbeitseinsatz die Decke der Fahrzeughalle gedämmt. Die Wehr hat außerdem im Frankenreuther Löschteich wieder Fische eingesetzt, die beim letzten Mal leider dem Otter zum Opfer fielen.
Als Ausblick 2026 gab Horn an, dass alles im Zeichen der Neubeschaffung der in die Jahre gekommenen Tragkraftspritze stünde. Zusätzlich strebt die Wehr das Ablegen der Leistungsprüfung (auch für Ü40-Aktive) sowie weitere Ausbildungen auf Gemeinde- und Landkreisebene an.
Im Zuge der Dienstversammlung wurden geehrt: Zehn Jahre: Daniel Scharf, Katharina Bayer, 20 Jahre: Florian Prechtl, Stefan Schreyer, 30 Jahre: Michael Amtmann und Alexander Haberkorn sowie für 40 Jahre Thomas Prechtl und Rainer Bayer.
Beförderungen wurden ebenfalls zur Dienstversammlung vorgenommen: Zum Feuerwehrmann befördert wurden Fabio Friedrich, Andy Prechtl, Oliver Wagner, Stephan Prechtl und Toni Stich. Zum Oberlöschmeister wurde Peter Prechtl befördert.
Der Jugendwart berichtete von zwölf Übungen, dem Ablegen der Jugendflamme, des Wissenstests und der Teilnahme an der Kegelmeisterschaft, bei der man unter den TOP 3 rangierte – Ferdinand Amtmann war der Beste seiner Klasse.
Otto Braunreuther, Kreisbrandinspektor, brachte die Grüße und den Dank der Inspektion zum Ausdruck. Er betonte die Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendfeuerwehr und rückte den Fokus auf die Nachwuchsarbeit im Feuerwehrwesen, die im Gemeindebereich hervorragend absolviert wird. Auf die Nennung von Einsatzzahlen verzichtete der KBI mit Verweis auf die kommende Kommandantenschulung, die eine entsprechende Veröffentlichung beinhaltet. Das Einsatzgeschehen richte sich immer mehr auf Katastrophen, den Klimawandel und Krisen aus. Hierzu sei im Landkreis bereits einiges an Arbeit passiert und ein Aufbau im Gange – was aber Zeit und vor allem Geld benötige. Er dankte dem Verein für seine Arbeit, die ausschließlich der aktiven Wehr zugutekommt. Weiterhin galt sein Dank der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit. Abschließend brachte Otto Braunreuther die Anregung vor, auch junge Leute in die Verantwortung zu nehmen und die Alterung der Führung nicht zu vergessen. Man müsse die jungen Leute motivieren, Lehrgänge zu besuchen und Funktionen innerhalb der Wehr zu übernehmen.
Unter Wünsche und Anträge kamen von Seiten der aktiven Wehr die Befürchtungen über die Einsatzbereitschaft des Löschteichs zur Sprache, da dort der Biber immer wieder versucht, sein Lager aufzuschlagen. Der konsultierte Biberbeauftragte konnte jedoch nach seinen Angaben keinen Biber oder Spuren davon ausmachen. Man beschloss, die Sache weiter zu beobachten.