Ein Stück gelebte Tradition erlebten die Besucher beim diesjährigen Hutzaabend der Dorfgemeinschaft Mimbach-Mausdorf. Ganz im Zeichen alter Bräuche wurde gemeinsam gelesen, gesungen, geratscht und natürlich auch eine zünftige Brotzeit genossen. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war das „Ausbuttern“, das unter fachkundiger Anleitung von Marianne und Renate stattfand. Aus insgesamt 15 Litern Butterrahm entstand frische, goldgelbe Butter, die anschließend direkt verkostet werden konnte. Dazu gab es eine gemütliche Brotzeit mit Kartoffeln, Bauernbrot, frischer Butter und Zoigl – ganz wie früher.
Für beste Unterhaltung sorgte der heimatliche Buchautor Georg Wagner, bekannt als Sandreng Schore, der aus seinem neuesten, dritten Band „Nu wos“ vorlas. Mit viel Witz und Charme berichtete er unter anderem von seiner Jugendzeit am Milchbankl im Dorf sowie vom Barbier aus der „grünen Villa“. Auch seine vorhergehenden Werke „Lou da hoi“ und „Is wois moch“ fanden dabei Erwähnung. Seine ironischen, zuweilen auch nachdenklichen Texte zu Dorfgeschichten zogen sich als roter Faden durch den Abend. Seine Inspirationen ergeben sich aus dem Erlebten: „Denn so langs Leit git, gits immer wieder aa Gschichtn.“
Musikalisch wurde die Veranstaltung von Robert auf seiner Quetschn umrahmt. Gemeinsam stimmten die Anwesenden bekannte Lieder an, darunter „Alle Vögel sind schon da“, was für eine besondere Frühjahrsatmosphäre sorgte.
Neben zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern waren auch Bürgermeister Bernhard Lindner sowie der designierte Bürgermeister Dominik Sachsenhauser unter den Gästen und zeigten sich erfreut über das lebendige Brauchtum im Ort.
Der Hutzaabend bewies einmal mehr, wie wichtig Gemeinschaft, Tradition und das Erzählen von Geschichten für das Dorfleben sind – und dass diese Werte auch heute noch mit Begeisterung gelebt werden.