Die KAB Hl. Dreifaltigkeit besuchte zum Auftakt ihres Herbst- und Winterprogramms das Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf. Das Hospiz bietet unheilbar kranken Menschen unabhängig von Alter, sozialem Stand, Konfession oder Nationalität eine Palliativversorgung in häuslicher Atmosphäre. Es verfügt über zehn Einzelzimmer, die alle einen eigenen Zugang zum Garten haben. Zwei weitere Zimmer stehen Angehörigen zur Übernachtung zur Verfügung. Im Raum der Stille finden Gäste und Angehörige einen Ort der Ruhe und Andacht. Ein weiterer Raum bietet die Möglichkeit für Aussegnungen und Verabschiedungen. Das Hospiz ist auf Erwachsene mit einer weit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung ausgerichtet, die den Wunsch haben, in einem Hospiz begleitet zu werden. Pflegedienstleiter Manfred Seitz stellte die Einrichtung vor und informierte über die Voraussetzungen für eine Aufnahme. Diese seien gegeben, wenn eine Heilung ausgeschlossen ist, die Lebenserwartung auf Wochen oder Monate begrenzt ist, eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist und keine ausreichende ambulante Versorgung im Haushalt oder in der Familie möglich ist. Seitz beschrieb das Hospiz als einen Ort, der sich deutlich von der Atmosphäre eines Krankenhauses unterscheidet. Im Mittelpunkt stünden die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste: „Ein Mensch, der sehr schwer erkrankt ist und höchstwahrscheinlich nicht mehr entlassen wird, bestimmt selber, was passiert.“ Die Kosten für Betreuung, Pflege und Begleitung im Hospiz übernehmen zu 95 Prozent Kranken- und Pflegekassen. Die übrigen fünf Prozent trägt der Träger Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., der sich aus Spenden finanziert.