Einen geselligen Abend gibt es alljährlich um die Zeit der Kirchweih bei der KAB Hl. Dreifaltigkeit. Im Pfarrsaal, den Hildegard Zimmer-Sperl und Anni Schneider herbstlich dekoriert hatten, konnte Vorsitzender Manfred Baldauf diesmal den Mundart-Poeten „Sandreg Schore“ und Musiker Robert Koller sowie Präses Stadtpfarrer Josef Irlbacher begrüßen. Erstmals gab es in der Pause bayerische Schmankerl als Fingerfood, die Josef Sperl kreiert und zubereitet hatte.
Warum er der „Sandreg Schore“ genannt wird, darüber klärte Georg Winkler aus Mimbach zunächst auf. Sandreg ist der Hausname aus dessen Hofes er stammte und auf dem Land gibt es keinen Georg, sondern dort wird man „Schore“ genannt. Aus seinen Büchlein gab er Geschichten, Weisheiten und Redensarten und immer zwischendurch spielte Robert Koller auf seiner Ziehharmonika bayerische Stückeln. Mundart ist durch spezifische Merkmale in Wortschatz, Grammatik und Redewendungen gekennzeichnet. Mundart prägt eine kulturelle Identität und das bewies der „Schore“ mit Auszügen aus seinem Büchlein. Er nahm die Gäste mit auf eine Reise in die „Gute alte Zeit“ und viele Erinnerungen an seine Kinder- und Jugendzeit wurden dabei wieder gegeben. Charmant, witzig und mit viel Herz lies er mit Anekdoten, Sprachwitz und persönlicher Geschichten die Vielfalt der Mundart lebendig werden.