Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche Speinshart für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Frauenbundes sowie des ehemaligen Müttervereins begann am 29. Januar 2026 die 48. Generalversammlung des Frauenbundes im Gemeindezentrum.
Die 1. Vorsitzende Lisa Nickl eröffnete anschließend die Versammlung und begrüßte als Gäste Pater Adrian, Bürgermeister Albert Nickl sowie Regina Bittner und Johanna Lakomski vom ambulanten Hospizdienst der Malteser. Die Bezirksvorsitzende Rita König hatte sich aufgrund einer anderweitigen Veranstaltung entschuldigt.
Nach dem Verlesen des Protokolls der letzten Generalversammlung durch die 2. Vorsitzende Maria Seitz folgte der Tätigkeitsbericht für den Zeitraum Januar bis Dezember 2025. Sieglinde Kroher stellte diesen anschaulich mit Bildern vor und ließ ein ereignisreiches Vereinsjahr Revue passieren. Den Kassenbericht präsentierte Silvia Dietl. Dabei wurde auch berichtet, dass der Frauenbund im vergangenen Jahr insgesamt vier Spenden in Höhe von jeweils 300 Euro an gemeinnützige Einrichtungen weitergegeben hat. Die Kassenprüferinnen Angelika Melchner und Maria Zeitler bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Auf Antrag von Angelika Melchner wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.
In seinem Grußwort setzte sich Pater Adrian kritisch mit dem aus den USA stammenden Trend der sogenannten „Tradwives“ auseinander. Er betonte, dass Mann und Frau von Gott gleich geschaffen seien und den gleichen Wert haben. Niemand dürfe kleingemacht werden. Gleichzeitig dankte er dem Frauenbund für dessen vielfältiges Programm und lud zur Pfarrgemeinderatswahl am 1. März 2026 ein. Zudem bat er um Unterstützung beim Sternenbitt-gang nach Speinshart im Mai 2026 und wünschte sich für das kommende Jahr viele analoge und persönliche Begegnungen.
Bürgermeister Albert Nickl knüpfte in seinem Grußwort daran an. Er sprach von einer bewegten Zeit, in der Frauenrechte weiterhin verteidigt werden müssten und hob die wichtige Rolle des Frauenbundes für ein positives Frauenbild in der Gemeinde hervor. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 8. März 2026 rief er Frauen dazu auf, von ihrem demokratischen Wahl-recht Gebrauch zu machen und Frauen zu wählen. Sein Dank galt der gesamten Vorstandschaft, insbesondere der Vorsitzenden Lisa Nickl, für das große Engagement und den Beitrag zum Zusammenhalt der Gemeinde. Als Zeichen der Anerkennung lud er zum Abschluss zu einem Glas Sekt ein.
Im Anschluss stellte Lisa Nickl das Jahresprogramm 2026 vor. Besondere Höhepunkte sind der Weltgebetstag im März, ein Abend im Klostergarten unter dem Motto „Summer and Wine“, ein geplanter Beauty-Abend im Kloster sowie ein Adventsausflug nach Sandharlanden zu Vroni Röll mit anschließendem Besuch des Weihnachtsmarktes in Abensberg.
Einen inhaltlich wie emotionalen Schwerpunkt bildete der ausführliche Vortrag von Regina Bittner und Johanna Lakomski über die Arbeit des ambulanten Hospizdienstes der Malteser. Sie schilderten eindrucksvoll wie schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Ange-hörige begleitet werden. Die überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer – rund zehn Prozent davon Männer – schenken Zeit, hören zu, lesen vor, singen, gehen spazieren oder sind einfach da. Der Dienst ist kostenfrei, wird von Krankenkassen gefördert und ist auf Spenden angewiesen. Im Mittelpunkt stehen stets die Bedürfnisse der Betroffenen. Der Vortrag mach-te deutlich wie wichtig Mut, Offenheit und echte Gefühle im Umgang mit Abschied, Trauer und Schmerz sind.
Zum Abschluss dankte Lisa Nickl den Referentinnen für ihren bewegenden Beitrag und würdigte ihre Arbeit mit den Worten: „Sie sind wahre Engel für die Menschen!“