Eine Auszeit vom Alltag nehmen, zur Ruhe kommen und sich gemeinsam auf die Suche nach Orten machen, an denen Gottes Nähe spürbar wird: Unter dem Motto „AN-GEH-DACHT – Orte, wo ich Gott erfahren kann” trafen sich am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel, 15. August, evangelische und katholische Christen zu einer ökumenischen Wanderandacht in Ahornberg. Eingeladen hatte das Team „WEGZEHRUNG” der Kirchengemeinde Wirbenz.
Ausgangspunkt der rund 1,7 Kilometer langen Wanderung war das Feuerwehrhaus am Ortsende von Ahornberg. An insgesamt drei Stationen beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Frage, wo und auf welche Weise Menschen Gott in ihrem Leben erfahren können. Besinnliche Texte, Gebete und Bibelworte begleiteten dabei den gemeinsamen Weg. Bereits an der ersten Station am Feuerwehrhaus wurde deutlich, dass Gottes Nähe auch dort erfahren werden kann, wo Menschen füreinander da sind. Im Mittelpunkt stand deshalb der Dank an die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr, die uneigennützig bereitstehen, wenn andere in Not geraten.
Die zweite Station führte zur Kapelle in Ahornberg. Sie stand sinnbildlich für jene Orte, an denen Menschen bewusst Stille suchen und Geborgenheit im Glauben finden können. Mit einem besinnlichen Gedicht und dem Bibelwort aus Psalm 26,8 – „Ich liebe das Haus, in dem du wohnst, wo du in deiner Herrlichkeit uns nahe bist” – wurden die Teilnehmer eingeladen, für einige Augenblicke innezuhalten und die besondere Atmosphäre des kleinen Gotteshauses auf sich wirken zu lassen. Anschließend führte die Wanderung durch Ahornberg weiter in den Wald. Die Stille zwischen den Bäumen, das Licht und die Geräusche des Waldes boten Gelegenheit, die Schöpfung bewusst wahrzunehmen.
Über die Hölzlmühle führte der Weg schließlich wieder zurück zum Feuerwehrhaus. Dort endete die Wanderandacht und ging in ein gemütliches Beisammensein über. Bei der mitgebrachten Brotzeit bot sich Gelegenheit zu Gesprächen und zum gemeinsamen Austausch. Die ökumenische „WEGZEHRUNG” verband damit Bewegung, Natur und Glauben auf besondere Weise. Aus ganz unterschiedlichen Orten – dem Feuerwehrhaus als Zeichen gelebter Nächstenliebe, der Kapelle als Raum der Stille und dem Wald als Teil der Schöpfung – nahmen die Teilnehmer Impulse mit.