Eslarn/Moosbach/Waidhaus. Ein besonderer Tag des Glaubens und der Gemeinschaft war die Sternenwallfahrt nach Waidhaus am Sonntag. Zum 700-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung der Pfarrei St. Emmeram waren Gläubige aus den umliegenden Pfarreien eingeladen, sich gemeinsam auf den Weg nach Waidhaus zu machen. Auch aus Eslarn startete eine 15-köpfige Pilgergruppe. Nach dem Pilgersegen durch Pfarrvikar Basil auf dem Kirchplatz ging es um 7.30 Uhr auf dem Radweg Richtung Waidhaus. Gebete und Gesänge begleiteten die Pilger. Das Wallfahrtskreuz trug Karl Schmid, Karl Schaller sorgte mit dem Lautsprecher für eine gute Verständlichkeit. Den Vorbeterdienst übernahmen Pfarrvikar Basil und Klaus Härtl. Agnes Härtl unterstützte die Gruppe mit einem Begleitfahrzeug.
Bei der Bogenschießanlage in Pfrentsch trafen die Eslarner auf die Pilger aus Moosbach. Gemeinsam ging es weiter nach Waidhaus. Weitere Wallfahrer kamen von Pleystein, Burkhardsrieth und Miesbrunn. So wurde bereits auf dem Weg sichtbar, dass der Glaube die Pfarreien in der Gemeinschaft verbindet. In Waidhaus reihten sich alle Pilger in den Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Emmeram ein. Höhepunkt war der festliche Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Die Wallfahrt war zugleich ein Zeichen für den weiteren gemeinsamen Weg. Die geplante Zusammenlegung ist Teil der „Pastoralen Planung 2034“. Zur künftig geplanten Pfarreiengemeinschaft „Rund um den Ulrichsberg“ sollen sechs Pfarreien gehören: Eslarn, Waidhaus, Pleystein, Miesbrunn, Moosbach und Burkhardsrieth. Die Sternenwallfahrt machte bereits erlebbar, was dieser Zusammenschluss bedeuten kann: Menschen aus verschiedenen Orten machen sich auf unterschiedlichen Wegen auf den Weg und finden zu einem gemeinsamen Ziel, den Glauben an Gott.
Nach dem Gottesdienst klang der Jubiläumstag in Waidhaus bei einem Frühschoppen am Rathaus aus. Für die Pilger war die Wallfahrt deshalb mehr als eine Fußwallfahrt: Sie war ein Zeichen des gemeinsamen Glaubens, des Miteinanders und des Aufbruchs.