Eslarn. An Allerheiligen halten wir inne und gedenken besonders jener Menschen, die nicht mehr unter uns sind. Viele Angehörige kehren an diesem Feiertag aus der Ferne in ihren Geburts- und Heimatort zurück, um mit der Bevölkerung die Gräber ihrer Lieben zu besuchen, Kerzen anzuzünden und sich an gemeinsame Zeiten zu erinnern. Jede Seele ist es wert, dass man sich an sie erinnert. Hinter jedem Verstorbenen steht eine eigene menschliche Geschichte – verbunden mit Liebe, gemeinsamen Erlebnissen und unvergesslichen Erinnerungen. Traditionsgemäß versammelten sich die Gläubigen zunächst in der Pfarrkirche zur Andacht mit Totengedenken, die Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega hielt und der Kirchenchor um Organistin Martina Brenner gestaltete. Ein besonders berührender Bestandteil der Andacht ist das Entzünden der Grabkerzen für alle Menschen, die seit dem vergangenen Allerheiligen verstorben sind. Die Kolpingsfamilie übernahm hierfür dankenswerterweise diesen wertvollen Dienst. Für jeden Verstorbenen wurde eine Kerze entzündet – als Zeichen des Lichts, der Hoffnung und der bleibenden Verbundenheit. Nach der Andacht konnten die Angehörigen die Kerzen mitnehmen und auf den Gräbern ihrer Lieben aufstellen. Nach der Andacht zog ein langer Gedenkzug, angeführt von der Schlossbergkapelle, zum Gottesacker. Dort gestaltete Pfarrvikar Dr. Basil das Totengedenken und segnete die Gräber und die Menschen. Dabei erinnerte der Priester an die Taufe mit Weihwasser.
Blumen und brennende Kerzen auf den Gräbern zeigen, wie lebendig die Erinnerung bleibt und dass die Verstorbenen in den Herzen der Angehörigen weiterleben. Hinter jedem Namen steht ein Leben, eine Familie und eine ganz persönliche Geschichte. Auch wenn ein Mensch nicht mehr bei uns ist, bleiben Liebe, Dankbarkeit und gemeinsame Erinnerungen bestehen.
Vor dem Friedhofseingang führte der Krieger- und Soldatenverein gemeinsam mit den Soldaten der Patenkompanie 6./122 aus Oberviechtach die traditionelle Sammlung zugunsten des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge durch. Die Spenden dienen der Pflege und dem Erhalt der Kriegsgräberstätten und geben den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft eine würdige Ruhestätte.