Punktgleich, brettpunktgleich und im direkten Duell unentschieden. Sogar die sogenannte Feinwertung war identisch. Beim Fußball gibt es für solche Fälle tatsächlich den Losentscheid.
Mit dem Prädikat silberne deutsche Schachschule ausgezeichnet ließ es sich die Schönwerth-Realschule natürlich nicht nehmen, beim deutschen Schach-Schulteamcup 2026 teilzunehmen. Hier treffen sich die Schachteams von allen deutschen Schulen online auf dem Schachserver Lichess, dem mit über 5 Millionen Usern zweitgrößten Schachserver der Welt, und spielen einen internen Mannschaftswettkampf aus. Im Wahlfach Schach der Schule wird auch immer wieder online-Schach trainiert, wodurch den Schülern das Format gut bekannt war. Die etwas unglückliche Terminansetzung an einem Samstag in den Ferien hielt die Teilnehmerzahl in der Gruppe der Realschulen leider überschaubar. Dies war jedoch kein Hindernis für das Team des Schachgruppenleiters und stellvertretenden Schulleiters Andreas Rupprecht, sich im Computerraum der Realschule zu treffen. Nach überzeugenden 4:0 Siegen gegen beide Fürther Teams gewann man auch ebenso hoch gegen die Stadtteilschule Osterbek. So kam es zu einem Endspiel gegen die Schule an der Jungfernheide aus Berlin. Diese Schule hat Schach im Vormittagsunterricht integriert und bietet das Schach als Profilfach in einem eigenen Ausbildungszweig an. Oscar Hauser brachte an Brett 2 in diesem Duell die Amberger in Führung, dem Berliner Gegner an Brett 3 gelang mit einem Sieg gegen Louis Lang der Ausgleich. David Dannhäuser an Brett 4 konterte sofort mit dem 2:1. Nun lag es an unserem Brett 1 Marco Schart. Gegen den favorisierten Vereinsspieler konnte er die ganze Partie ausgeglichen gestalten. In einer wahren Zeitnotschlacht verlor er leider am Ende in einer Remisstellung auf Zeit, was das 2:2 Unentschieden gegen die Berliner Schule bedeutete. Zuerst wurde kein offizielles Ergebnis verkündet und auch kein Stichkampf angesetzt. Bei absoluter Punktgleichheit hat letztlich das vordere gewonnene Brett, zufälligerweise im Schach auch Berliner Wertung genannt, entschieden. Und dieses ging an die Berliner.
Aber auch der deutsche Vizemeistertitel ist ein toller Erfolg für Marco Schart, Oskar Hauser, Louis Lang, Sebastian Melchner, David Dannhäuser und Dima Sergeev.