In der Katholischen Kirche St. Erhard wurde am vergangenen Sonntag Lichtmess gefeiert. Im volkstümlichen ist das Fest immer noch unter den Namen „Mariä Lichtmess” bekannt. Das Evangelium erzählt uns von der „Darstellung Jesu im Tempel” und der Begegnung mit Simeon und Hanna. Mariä Lichtmess ist eines der ältesten Feste der christlichen Kirchen. Seit Anfang des 5. Jahrhunderts wurde es am 40. Tag nach der Geburt Jesu gefeiert. In Rom wurde der Feiertag um das Jahr 650 eingeführt. Seit dem 11. Jahrhundert kam der Brauch der Kerzensegnung und der Lichterprozessionen auf. An Lichtmess werden auch die Kerzen für den jährlichen Kirchenbedarf und die der Familien geweiht. Für den Kerzenbedarf wird auch gespendet, u.a. große Marien- und Josefskerzen. Nach einem alten Brauchtum wird an Mariä Lichtmess auch der Blasiussegen gespendet. Legenden haben dazu geführt, dass im 16. Jahrhundert der Blasiussegen aufkam, wie wir ihn heute noch kennen mit zwei in der Form eines Andreaskreuzes gehaltenen Kerzen. Er soll uns hauptsächlich vor Halskrankheiten schützen.