In der Pfarrei St. Michael Amberg ist es gute Tradition, dass am Gründonnerstag auch die Kommunionkinder in den Gottesdienst eingebunden sind. Für sie bietet sich an diesem besonderen Tag eine zusätzliche Möglichkeit, erstmals den Leib Christi zu empfangen – bewusst in einem kleineren und besonders feierlichen Rahmen, ergänzend zum eigentlichen Kommunionfest, das in zwei Wochen gefeiert wird. Der Gottesdienst erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Dabei brach Jesus das Brot und sprach: „Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird”, und reichte den Kelch mit den Worten: „Dies ist mein Blut.” Ein weiterer zentraler Bestandteil der Liturgie ist die Fußwaschung. Ausgewählten Gemeindemitgliedern werden dabei die Füße gewaschen, darunter Kommunionkinder, Firmlinge und Ministranten. Diese Auswahl soll die Vielfalt der Gemeinde widerspiegeln. Die Geste geht auf Jesus selbst zurück, der seinen Jüngern die Füße wusch und sie aufforderte, es ihm gleichzutun: „Wenn ich euch die Füße gewaschen habe, dann sollt auch ihr einander die Füße waschen.” Bis heute steht diese Handlung für Demut, Nächstenliebe und den Dienst am Mitmenschen. Nicht nur Pfarrer, sondern auch Bischöfe und der Papst greifen diese Tradition auf und machen damit deutlich: Der Auftrag Jesu, füreinander da zu sein, gilt über alle Zeiten hinweg, so Pfarrer Berzl.