Am 14. Januar war der bekannte Tierfilmer und Kreuzotterexperte Paul Hien zu Gast im LCC. Im vollbesetzten Zuschauerraum führte er interessierte Laien und viele fachkundige Zuhörerinnen und Zuhörer durch die Welt der kleinen Viper. Humorvoll berichtete über die meist tödlichen Behandlungsmethoden in der Vergangenheit. Überraschend auch, dass die Kreuzotter , obwohl sie ein wechselwarmes Tier ist, über Schnee gehen kann. Besonders eindrucksvoll waren die zahlreichen Fotos und Filmaufnahmen, mit denen Paul Hien die Vielfalt an Zeichnung- und Farbvarianten erläuterte. Auch im Landkreis Amberg Sulzbach war die Otter einst weit verbreitet, doch schon lange ist kein Nachweis der scheuen Schlange mehr aus den bekannten Lebensräumen, wie der Vilsecker Mulde oder den kleinen Moorgebieten in Schnaittenbach, gemeldet worden.Daher bitte der BundNaturschutz um Meldungen. Gerne mit Foto, da die Schlange auch oft mit der Schlingnatter oder auch der Ringelnatter verwechselt wird. Jeder Nachweis ist hilfreich. Wer sich aktiv für den Schutz der Kreuzotter einsetzen möchte, kann sich ebensfalls an den BN wenden. Auch zeigte Paul Hien, wie geeignete Lebensräume für die Kreuzotter gestaltet werden können. Dabei wurde klar, dass solche Maßnahmen nicht nur der Kreuzotter selbst zugute kommen, sondern auch vielen anderen Tierarten. Von der Waldbirkenmaus bis zum Grasfrosch profitieren zahlreiche Arten von strukturreichen Lebensräumen. Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Viele Fragen Konten geklärt werden. Dabei wurde klar: Paul Hien kennt die Kreuzotter durch und durch, keiner weiss mehr über diese scheue, kleine Schlange, die aber noch ein paar Geheimnisse für sich behält.