Die Gläubigen der Expositur Etzgersrieth und die dazu gehörigen Orte Niederland, Rückersrieth, Pfaffenrieth, Uchamühle, Tradlhof feierten das Patrozinium ihrer Ortskirche. Mit dabei Gläubige aus Böhmischbruck und Moosbach. Die Kirche ist dem Hl. Georg geweiht. So wird alljährlich der sogenannte „Girngdoch“ (Georgstag) gefeiert. Er ist einer der bedeutendsten Feiertage in Etzgersrieth. Kaplan Michael Steinhilber aus Bad Kötzting, der dazu extra in die Heimat kam, hielt den Festgottesdienst. In seiner Predigt ging er auf die Aussage von Jesus ein „Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben“. Dieses Bild wirkt zwar in der nördlichen Oberpfalz etwas fremd, meint er. Jedoch kann eine Rebe nur wachsen und Frucht bringen, wenn sie mit dem Weinstock verbunden bleibt. Sonst kann es passieren, dass unser Leben innerlich austrocknet – wie eine Rebe, die vom Weinstock getrennt ist. Doch es geht nicht nur um die Verbindung zu Christus allein. Durch ihn sind wir auch miteinander verbunden. Wir gehören zusammen als Gemeinschaft der Glaubenden. Wir feiern hier gemeinsam Gottesdienst. Wir sind mit all jenen zusammen, die heute hier sind. Wir sind auch verbunden mit all denen, die vor uns hier gelebt, gebetet und geglaubt haben. Wir sind hineingenommen in eine große Gemeinschaft – über Zeiten und Generationen hinweg. Zu dieser Gemeinschaft gehören auch unsere Heiligen. Am Fest des Heiliger Georg wird das sichtbar: Menschen, die aus der Verbindung mit Christus gelebt haben und daraus Kraft geschöpft haben. Sie können uns Vorbilder und Wegbegleiter auf unserem eigenen Glaubensweg sein.
Nach dem Gottesdienst wurde durch die Ortschaft gezogen. Unter dem von Bürgern getragenen Himmel trug Kaplan Michael Steinhilber das Allerheiligste in der Monstranz durch den Ort. Begleitet vom Dritten Bürgermeister Helmut Meindl mit einigen Markträten, Vertretern der Kirchenverwaltung Etzgersrieth und Moosbach sowie der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates Böhmischbruck. Auch die Vereine hatten sich mit ihren Fahnen eingereiht: die Feuerwehren Etzgersrieth, Böhmischbruck und Rückersrieht; der Schützenverein Etzgersrieth und der Frauenbund Etzgersrieth sowie der Kriegerverein Böhmischbruck. Wie der Gottesdienst wurde auch der Umzug durch die Straßenmusikanten musikalisch mit gestaltet. Der Umzug wurde zu einer Demonstration des Glaubens und der Verehrung des heiligen Georgs in Etzgersrieth. Anschließend traf man sich zum traditionellen Frühschoppen am „Girngdoch“ im Dorfgasthaus Ach um ihren Kirchenpatron zu feiern.