Mit einem langen Kirchenzug grüßten die Vereine der Gemeinde Trabitz die Pichlberger Dorfgemeinschaft, die an Mariä Himmelfahrt unter makellos blauem freiem Himmel das Patrozinium ihrer vor 45 Jahren geweihten Kapelle feierte.
Der Festtag der „leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel”, so Pfarrer Gerhard Pausch in seiner Predigt, feiere Maria als Hoffnungsspenderin: „Nicht weg von der Erde” habe ihr letzter Weg diese „Frau, die durch die Härten des Lebens gegangen ist”, geführt, sondern „hinein in Gottes Nähe”. Das bedeute: „Sie ist uns vorausgegangen und zeigt uns, dass unser Leben nicht im Dunkel endet, sondern in Gottes Licht”. Die Gläubigen dürften daraus auch die Zuversicht schöpfen, dass „Gott uns in den Herausforderungen unserer Zeit nicht allein lässt”, bekräftigte der aus Pichlberg stammende Weidener Geistliche.
Wie jedes Jahr am „großen Frauentag” wurden die vom Katholischen Frauenbund Burkhardsreuth gebundenen Kräuterbuschen gesegnet und verkauft. Als Gaben aus Gottes „guter Schöpferhand” symbolisiere deren Blütenreichtum „Heilung, Wachstum und Leben”, erklärte Pausch, der die Messe gemeinsam mit dem ebenfalls aus Pichlberg gebürtigen Amberger Pfarrer Eduard Kroher zelebriert hatte. Neu gesegnet wurde außerdem die 75 Jahre alte Fahne der 1972 mit der Feuerwehr Burkhardsreuth zusammengeschlossenen Pichlberger Wehr.
Mit der jüngst vollzogenen Restaurierung dieses Banners erweise seine Wehr einem „wichtigen Symbol” sowohl der Pichlberger Dorfgemeinschaft als auch „unserer Tradition und Geschichte” Respekt, unterstrich der Burkhardsreuther Feuerwehrvorsitzende Johannes Schwemmer. Die scheidende Jugendwartin Veronika Schecklmann aus Pichlberg würdigte er für zwei Jahrzehnte vorbildhaften Dienst in verschiedenen Ämtern. Nach der Festmesse, die von den Pressather Musikanten begleitet wurde, trafen sich die Gäste zum Weißwurstfrühschoppen.