„All you can beat” heißt das Programm, mit dem das Schlagzeugduo Double Drums das Capitol zum Brennen bringt, und der Name ist Programm. Die beiden sehr sportlichen Musiker spielen nicht nur auf etablierten Instrumenten, sondern auf allem, was man mit Schlagzeugstöcken bearbeiten kann. Das können Blecheimer sein oder Mülltonnen (voller, dunkler Klang!). Aber auch das etablierte Schlagzeug mit Trommeln und Becken kommt zum Einsatz, und vor allem Vibraphon und Marimba. Alexander Glöggler und Philipp Jungk nehmen Klassik und Rock auf und verwandeln die Stücke mit den Schlaginstrumenten in etwas völlig Neues. Dabei spielen sie manchmal eine Melodie ein oder sie benutzen die Loopstation. Damit bauen sie aus verschiedenen Klängen einen Rhythmus auf. Dafür benutzen sie eine Quietschente, unterschiedlich hoch gefüllte Flaschen und eine Melodika. Dieses klangliche Fundament wird automatisch immer wiederholt und dazu spielen sie dann. Das Publikum freut sich, dass es nicht nur mitreißende Musik zu hören bekommt, sondern auch viel zu sehen. Auch die Lichtshow mit bunten Scheinwerfern und leuchtenden Sticks macht Spaß. Jungk selbst spricht von einer „Materialschlacht” auf der Bühne. Als humorvolles Gegenprogramm gibt es „Invisible drums”. Hier wird die Musik eingespielt, und Glöggler und Jungk machen eine prächtige Pantomime dazu. Großartig! Es ist Fred Tischler, der als Selbständiger für die Stadt das Booking der Künstler übernommen hat, wieder einmal gelungen, herausragende Künstler nach Sulzbach-Rosenberg zu holen. Deshalb bekam auch er schließlich kräftigen Applaus. Der Beifall für Double Drums allerdings war so stürmisch, dass die beiden Schlagzeuger drei Zugaben spielen mussten.