Lange durfte die HSG Weiden bei der HG Amberg auf etwas Zählbares hoffen. In einer umkämpften und über weite Strecken ausgeglichenen Partie musste sich die Mannschaft von Trainer Jannis Prelle am Ende knapp mit 25:27 geschlagen geben. Dabei zeigte die HSG trotz vier fehlenden Leistungsträgern eine überzeugende Vorstellung.
Die Weidener fanden gut in die Begegnung und ließen sich von den personellen Ausfällen nicht aus dem Konzept bringen. Von Beginn an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe: Beide Teams kämpften um jeden Ball, ohne dass sich zunächst eine Seite entscheidend absetzen konnte. Im Weidener Spiel übernahm Mathias Werner eine zentrale Rolle. Der Rückraumspieler erwischte einen starken Tag und überzeugte nicht nur als Torschütze. Als „Lenker und Denker“ setzte er seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene, übernahm Verantwortung und fand auch unter Druck Lösungen.
Zur Halbzeit hatte die HSG knapp die Nase vorne und ging mit einer 15:14-Führung in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hart umkämpft. Amberg konnte sich zwischenzeitlich einen kleinen Vorsprung erspielen, doch Weiden hielt dagegen und kämpfte sich zurück.
In der entscheidenden Phase schien die HSG das Spiel sogar drehen zu können. Nach dem 20:21-Rückstand erzielten die Gäste drei Treffer in Folge und gingen mit 23:21 in Führung. Amberg ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und glich wieder aus.
Die Schlussminuten wurden zum Krimi. Nach dem 25:24 für die Gastgeber gelang Weiden noch einmal der Ausgleich zum 25:25. Doch die letzten beiden Treffer gehörten der HG Amberg – damit war die knappe 25:27-Niederlage besiegelt.
Torhüter Dirnberger erwischte erneut einen Sahnetag und hielt seine Mannschaft mit wichtigen Paraden bis zum Schluss im Spiel. Prelle konnte seinem Team trotz der Niederlage keinen Vorwurf machen: „Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden. Schade, dass es am Ende nicht für einen Punkt gereicht hat. Heute war das Glück am Ende einfach nicht auf unserer Seite.“