Am Freitagabend wurde es noch einmal ganz maienhaft in Tröglersricht. Zahlreiche Gläubige versammelten sich an der frisch renovierten Kapelle zur zweiten Maiandacht der CSU Weiden-Ost. Mit Kaplan Wolfgang Weyer von St. Josef, Oberbürgermeister Benjamin Zeitler, CSU-Ortschef Hans Forster und vielen Bürgern wurde die Andacht zu einem Abend voller Heimatgefühl, Glauben und Gemeinschaft.
Die Idee zur Maiandacht entstand vor einem Jahr nach dem Pfingstfest, als die Renovierung der Kapelle weitgehend abgeschlossen war. Die CSU Weiden-Ost hatte damals mit ihrem Fest die Arbeiten kräftig unterstützt. Nun setzte der Ortsverband die noch junge Tradition fort.
Kaplan Wolfgang Weyer zelebrierte die Andacht feierlich und zugleich herzlich. Für den beliebten Geistlichen war es zugleich ein besonderer Termin. Er verlässt die Pfarrei St. Josef und wechselt als Pfarrvikar ins Stiftland. Hans Forster dankte ihm im Namen des Ortsverbandes für die würdevolle Gestaltung der Maiandacht und verband dies mit besten Wünschen für seinen weiteren Weg. Ganz ohne Augenzwinkern ging es dabei nicht ab: Von der CSU erhielt Weyer symbolisch einen „Zehnjahresvertrag“ für die weitere Gestaltung der Maiandacht in Tröglersricht. Der Kaplan zeigte sich gerührt und versprach: „Ich hoffe, dass es klappt und dass ich nächstes Jahr wiederkomme.“
Für Oberbürgermeister Benjamin Zeitler stand der Abend ganz im Zeichen von Heimat und Zusammenhalt. „Patrona Bavaria“, erinnerte er in seiner Ansprache an die besondere Bedeutung der Gottesmutter für Bayern. Bereits 1616 habe Kurfürst Maximilian I. den Mai zum Monat der Patrona Bavaria gemacht – zwei Jahre vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges. „Diese Marienverehrung hat uns in Bayern getragen über die Jahrhunderte in den Dörfern und Städten“, sagte Zeitler.
Der Oberbürgermeister bekannte, dass er immer wieder gerne nach Tröglersricht komme. Nicht nur wegen des schönen Blicks hinunter auf Weiden, sondern weil der Ort von Gemeinschaft geprägt sei. „Wenn wir über Maria sprechen, sprechen wir über unsere Mutter. Und das hat viel mit Heimat zu tun.“ Eine Maiandacht an diesem Platz sei gelebte Heimat. „Wie kann man mehr Heimat erleben als bei einer Maiandacht in Tröglersricht?“, fragte Zeitler und beschrieb die besondere Atmosphäre rund um die Kapelle mit den Worten: „So fühlt sich Heimat an.“
Zugleich würdigte er das große Engagement aller Helfer und Unterstützer. Die Kapelle sei heute fast vollständig renoviert und damit „ein Kleinod für die nächsten Generationen“. Sein besonderer Dank galt den vielen „Kümmerern“, allen voran der Familie Lukas.
Auch Hans Forster blickte zufrieden auf das bisher Erreichte. Die Kapelle sei restauriert, erklärte der CSU-Ortsvorsitzende von Weiden-Ost. Was nun noch anstehe, sei die Restaurierung einzelner Figuren. Auch diese Kosten werde der Ortsverband übernehmen.
Unter den Besuchern befand sich auch Altbundestagsabgeordneter Georg Girisch. Nach der Andacht klang der Abend bei einer deftigen Brotzeit auf dem Hof der Familie Lukas gemütlich aus. Als kleines Dankeschön überreichte Hans Forster an Alexandra Lukas Blumen, verbunden mit großem Dank für die Gastfreundschaft und die Unterstützung rund um die Kapelle.