Schafe, Wolle und altes Handwerk stehen beim Schaftag mit Spinntreffen im Freilandmuseum Oberpfalz im Mittelpunkt. Im Museum leben mit dem Waldschaf und dem Coburger Fuchsschaf zwei seltene Schafrassen. Am Sonntag, 7. Juni, können Besucherinnen und Besucher bei einem Aktionstag die Schur der Museumsschafe beobachten. Dabei wird gezeigt, wie früher mit der Schere gearbeitet wurde und wie viel schneller die Schur mit modernen Geräten geht.

Außerdem erfahren die Gäste, welche Arbeitsschritte nötig sind, bis aus Wolle Kleidung wird – vom Waschen der Wolle über das Kardieren bis hin zum Spinnen. Passend dazu treffen sich viele Spinngruppen im Museumsgelände bei Neusath und führen das alte Handwerk vor.

Mitmachaktionen richten sich an die ganze Familie. Bei der kostenlosen Bastelaktion „Wali, das Waldschaf“ können Kinder ein Schaf gestalten und mit nach Hause nehmen. Daneben gibt es die Möglichkeit, Filzen auszuprobieren und an Fühlkästen die Sinne zu testen. Die Spinnerin Peggy Semmelmann beleuchtet in Kurzvorträgen die jahrtausendelange Entwicklung von Spindeln. Sie zeigt dazu Objekte, Fotos und Zeichnungen und erläutert den Weg vom Stöckchen zum Spinnrad. Vor und zwischen den Vorträgen steht sie für Fragen zur Verfügung und führt außerdem das Spleißen von Fasern vor, wie es in der Steinzeit praktiziert wurde.

Der Aktionstag beginnt um 13 Uhr und wird von der Umweltbildung.Bayern gefördert.