Das Jahresthema „Helfende Hände“ bietet den passenden Rahmen für ein wichtiges Projekt in der Kindertagesstätte: die Brandschutzerziehung. Zu einem informativen Elternabend konnte Einrichtungsleiterin Sonja Kick 24 interessierte Eltern begrüßen. Im Mittelpunkt des fast dreiwöchigen Projekts stehen die Fragen: Wie hilft die Feuerwehr? Welche Gefahren gibt es? Und wie können Kinder im Notfall richtig handeln?
Durch den Abend führte Josef Pflaum senior (Feuerwehr Waldthurn), der im vergangenen Jahr die zusätzliche Qualifikation zum Brandschutzerzieher/Brandschutzaufklärer erworben hat. Unterstützt wurde er von Kerstin Wittmann, der Vorsitzenden der Waldthurner Wehr. Anschaulich und mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis stellte Pflaum die Zielsetzung des Projektes vor. „Was sollen Kinder lernen?“, so der Feuerwehrmann. Zunächst sollen sie keine Angst vor der Feuerwehr haben, Gefahren erkennen und Unterschiede, beispielsweise heiß/warm oder stumpf/scharf, feststellen und mögliche Folgen ableiten. „Die Kinder sollen Respekt vor Gefahren haben“, fügte Pflaum hinzu. Mit der nötigen Anleitung und Unterstützung können sie zum Beispiel den richtigen Umgang speziell mit Feuer erlernen. „Wir alle sind Vorbilder“, betonte der Brandschutzerzieher. Nicht nur das pädagogische Personal der Einrichtung „schult“ die Kinder, auch Eltern oder Großeltern sind dafür verantwortlich. Die Kinder sollen unter anderem lernen, helfen zu können, sich zu trauen, Hilfe zu organisieren oder einen Notruf abzusetzen. Manche Zuhörer waren überrascht zu hören, dass die Notruftaste beim Handy nur funktioniert, wenn Rufnummern eingespeichert wurden. „Das muss für Kinder nicht zwingend die 1-1-2 sein, es kann auch die Nummer der Oma oder des Nachbarn sein“, informierte Pflaum.
Wichtig ist es, die Kinder von klein auf mitzunehmen. Damit sie lernen, dass sie keine Angst vor der Feuerwehr zu haben brauchen, wird ihnen gezeigt, dass in einem Schutzanzug ein „normaler“ Mensch steckt. Beim Elternabend veranschaulichte dies Kerstin Wittmann, als sie vor den Augen der Eltern die Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers anlegte. „In der Krippe wird es natürlich nur der Schutzanzug sein“, fügte sie hinzu. In den kommenden Wochen warten zahlreiche Projekttage mit Übungen, Experimenten und spannenden Aktionen auf die Kinder, die auch die Mitarbeiterinnen der Einrichtung durchführen werden. Während die Vorschulkinder an mehreren Angeboten teilnehmen, werden auch die jüngeren Kinder altersgerechte Erfahrungen sammeln.
Die stellvertretende Einrichtungsleiterin Martina Lorenz bedankte sich bei den Feuerwehrleuten und lud die Eltern anschließend zum weiteren Austausch ein.