„Eine Gemeinde kann eine moderne Ausrüstung für ihre Feuerwehren anschaffen, aber die Menschen, die bereit sind, für die Sicherheit ihrer Mitbürger ihre eigene Sicherheit, ihre Zeit und Kraft dranzugeben, die kann sie mit keinem Geld der Welt kaufen”: Als notwendigen Akt der Gerechtigkeit für einen nicht selbstverständlichen ehrenamtlichen Dienst bezeichnete die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk den Ehrenabend, bei dem Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, des Kreises Neustadt und der drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Pressath im Burkhardsreuther Gasthof „Zur Wirti” Jubilare des aktiven Feuerwehrdienstes auszeichneten.
„Von Solidarität und Verantwortung wird viel gesprochen, aber ihr lebt diese Werte”, hob Pepiuk hervor. Landrat Andreas Meier schloss sich diesen Worten an und lobte die Zuverlässigkeit aller Rettungsdienste, die von vielen Menschen als allzu selbstverständlich hingenommen werde: „Das ist einfach so, meint man. Aber so einfach ist es eben nicht.” Erschreckend sei, dass diese Dienstleistenden mitunter angefeindet würden, wenn sie für ihre Mitmenschen Privatleben, Zeit und Kraft opferten und sich oft „realen Gefahren” aussetzten: „Hier müssen wir wachsam sein, um jene nicht zu demotivieren, die zu diesem Dienst bereit sind.” Kreisbrandrat Marco Saller verwies auf die zwei Seiten des Feuerwehrdienstes, dessen „Sicherheitsnetzwerk” im Kreis Neustadt rund 5000 Aktive in 114 Wehren knüpften: Gewährleistung von Schutz und Sicherheit und Pflege von Tradition und Gemeinschaftsleben.
Dabei, so Saller, wandelten sich die Aufgaben infolge technischer, klimatischer und sicherheitspolitischer Änderungen fortwährend, wobei insbesondere Waldbrände und Katastrophenschutz immer mehr Aufmerksamkeit beanspruchten. Für 25, 40 oder 50 Jahre Dienst wurden 14 Feuerwehrangehörige aus Pressath, Schwarzenbach und Trabitz geehrt; Hubert Mühlhofer aus Hessenreuth erhielt für 50 Jahre das große Ehrenzeichen des Innenministeriums und eine Floriansstatue.