„Lass uns nicht im 'Sand' des Lebens versinken” lautete eine Fürbitte im Jugendgottesdienst der Katholischen Landjugend Burkhardsreuth. Prioritäten klug setzen, sich nicht in Nebensächlichkeiten und Hektik verzetteln: An diesem Weitblick mangele es in der Lebensplanung oft, beklagten die Mädchen und Burschen in ihrer „Predigt”.
Ein mit größeren Steinbrocken, kleineren Kieseln und Sand zu füllendes Glas veranschaulichte, worauf es ankam. Wer sein Leben klug plane, gleiche einem Menschen, der zunächst die „großen Steine” in dem Glas platziere, die für Elementares wie Gesundheit, Familie, Partner oder enge Freunde stünden, für lebenssinnstiftende Ziele und Träume und nicht zuletzt für Freiheit und Vertrauen auf Gottes Beistand als Lebensfundamente. Den verbleibenden Platz solle man zunächst mit den „Kieseln” ausfüllen: „wichtigen Dingen, die dem Leben Mehrwert geben, aber für ein sinnvolles Leben nicht zwingend sind”, zumal sie oft einem „steten Wandel” unterlägen. Dazu zählten etwa Schule, Job, Auto, Hobbys oder lockere Freundschaften.
Was noch an Zwischenraum bleibe, lasse Raum für den „Sand”: Fernsehen, „soziale Medien”, viele nebensächliche Besitztümer, Besorgungen und Beschäftigungen. Viele neigten aber dazu, Prioritäten umgekehrt zu setzen: Sie stopften ihr „Lebensglas” mit „Sand” und „Kieseln” voll und merkten zu spät, dass vor lauter „Kleinkram” nicht mehr genug Raum für die „großen Steine” übrig sei, man keine Zeit etwa für die Familie, die „echten Freunde” oder einfach für eine Ruhepause finde. Einen besonderen Akzent setze das Evangelium, indem es aufrufe, „Gott als ersten großen Stein in das Glas zu legen” und auf diesem „festen Fundament” die „Prioritäten bei dem anzusetzen, was wirklichen Ewigkeitswert hat, nämlich Vertrauen, Glauben, Liebe und Vergebung”: Dann gewinne „alles andere an Struktur”, und die „alltäglichen Notwendigkeiten” fügten sich „an der richtigen Stelle ein”. Im Rahmen des Gottesdienstes nahm die Gruppe auch vier neue Mitglieder auf.