Einmal im Jahr herrscht in Viehberg drei Tage lang Ausnahmezustand. Das Dorffest lockte auch heuer wieder zahlreiche Besucher aus dem gesamten Landkreis in die kleine Ortschaft. Die Gründe für die Beliebtheit des von der Dorfgemeinschaft bestens organisierten Festes sind vielfältig: abwechslungsreiche Speisen, ein sehr gut besuchter Feldgottesdienst, eine gelungene Auswahl an Musikgruppen – und, wie eine Besucherin augenzwinkernd meinte, „der wohl größte Kinderspielplatz im Landkreis“ auf der Niebler-Wiese.
Die Ehre des Bieranstichs erhielt in diesem Jahr das Küchenteam, das beim Dorffest alljährlich besonders gefordert ist, wie Doris Schmidt, 1. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, erklärte. Rudi Weich erledigte den Anstich für das Team professionell mit nur zwei Schlägen. „O’zapft is!“, verkündete Schmidt anschließend.
In der Küche war von Beginn an Hochbetrieb. Deftiger Rollbraten mit Knödeln, knusprige Grillhähnchen und asiatische Spezialitäten für Feinschmecker standen ebenso auf der Speisekarte wie Bratwürste und Steaks vom Grill für die Liebhaber bayerischer Schmankerl. Geduldig reihten sich die Besucher in die langen Warteschlangen vor den Essensständen ein.
Ein fester Bestandteil des Dorffestes ist der traditionelle Feldgottesdienst. Wegen des großen Andrangs mussten zusätzliche Bänke aufgestellt werden. Pater Lindner aus Ensdorf sprach in einer angenehm jugendlichen und modernen Sprache über Jesus. Die Besucher forderte er auf, „Follower“, also Anhänger, von Jesus zu sein.
Für Unterhaltung, Spaß und Tanz sorgten anschließend verschiedene Musikgruppen. Die Ammerthaler Blaskapelle spielte zünftig auf, während bei der Zoigl Musi eifrig Dreher und Zwiefache getanzt wurden. Hula-Hoop begeisterte einmal mehr vor allem die Boogie-Tänzer. Die Band Frei-Zeit-Stress überzeugte nicht nur musikalisch, sondern auch mit ihrer großen Vielseitigkeit und einer gelungenen Auswahl an Songs. „Viele der Lieder haben wir früher am Lagerfeuer gesungen – eine tolle Erinnerung“, meinte eine Besucherin.
„Das Dorffest ist immer ein Erlebnis“, berichtete ein Ehepaar aus dem Landkreis. Besonders schätze man die friedliche und ungezwungene Atmosphäre. „Gute Stimmung an den Tischen – und man trifft immer wieder Bekannte, die man schon lange nicht mehr gesehen hat.“
So zeigte sich auch in diesem Jahr: Das Dorffest in Viehberg ist weit mehr als ein dreitägiges Fest. Es ist ein Treffpunkt für Jung und Alt, verbindet Musik, gutes Essen und Gemeinschaft und sorgt dafür, dass Viehberg einmal im Jahr zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Landkreis wird.