Es war ein ergreifendes Ereignis, als am letzten Sonntag im Rahmen des Jubiläumsjahres der Marianischen Männer-Kongregation Amberg, welche 2026 ihr 400-jähriges Bestehen feiert, die Altötting-Madonna als Gast in die Kongregations- und Stadtpfarrkirche St. Georg kam. Das hierfür Interesse bestand, zeigte auch der zahlreiche Besuch von Gläubigen, Sodalen, Pfarrangehörigen, Marienwerkmitgliedern und den Regensburger Altötting-Fußwallfahrern aus Amberg und auch aus der weiten Umgebung. Das Altöttinger Marienwerk machte es möglich und brachte die Kopie des Gnadenbildes, in der ein Splitter der Originalmadonna in einer Kapsel eingefasst ist, aus dem Herzen Bayerns nach Amberg. Zum Festgottesdienst am Vormittag zog das Gnadenbild, getragen vom Hauptzelebranten und Vorsitzenden des Altöttinger Marienwerks Pfarrer BGR Christian Kriegbaum, unter feierlicher Orgelmusik in Begleitung des liturgischen Dienstes und den Fahnenabordnungen in das Gotteshaus ein. Mitzelebranten waren Zentralpräses Stadtpfarrer Markus Brunner, Kaplan Klaus Schülein, BGR Otto Nachtmann, Praktikant Christoph Diehl und die Gemeindereferentin Gabriele Papp. Zur Messe musizierten Sebastian Brandl an der neuen Klais-Orgel und Isabel Grübl Gesang, u. a. mit dem Solo Ave Maria von Johann Sebastian Bach/Charles Gounod. Stimmgewaltig sangen zudem die Gottesdienstbesucher die bekannten Pilgerlieder „Wir ziehen zur Mutter der Gnade” und „Schwarze Madonna” und erfüllten den Kirchenraum. Präfekt Michael Koller und der Geschäftsführer des Marienwerkes Josef Herrmann trugen als Lektoren die Lesungen und Fürbitten vor. Die Festpredigt hielt Pfarrer Kriegbaum, der auch zum Schluss des Gottesdienstes allen und den Angehörigen mit dem Gnadenbild den Segen spendete. Danach verblieb die Statue zur stillen Verehrung im Gotteshaus. Am Nachmittag begann die Feier mit dem Rosenkranzgebet und einer Marienandacht. Alle Kirchenbesucher erhielten zur Erinnerung eine Mariengebetskarte. Pfarrer Christian Kriegbaum dankte namens des Marienwerks für das Kommen nach Amberg und für die gute Organisation und Gestaltung. Dabei betonte er, dass das Altöttinger Marienwerk auch viele Mitglieder aus der Oberpfalz habe. Zentralpräses Stadtpfarrer Markus Brunner, sichtlich bewegt vom guten Kirchenbesuch und da er auch selbst ein Altöttinger Fußwallfahrer ist, gab den Dank zurück und lobte das Ereignis als einmalig für die Pfarrei, die MMC und Amberg. Mit dem feierlichen Auszug der Altötting-Muttergottes, wieder begleitet von den Fahnenabordnungen und Ministranten, endete der Besuch. Für alle Gläubigen sicher ein beeindruckendes Erlebnis besonderer Art.
Das Altöttinger Marienwerk, 1946 gegründet, ist eine Gebetsgemeinschaft, die derzeit über dreißigtausend Menschen vereint, die sich dem Leitgedanken „Zur größeren Ehre Unserer Lieben Frau von Altötting” verbunden fühlen. Sie vertrauen auf die Fürsprache und den Schutz der Gottesmutter Maria. Das besondere Anliegen des Marienwerks ist es, für seine Mitglieder, Lebende wie Verstorbene, in der Gnadenkapelle Gottesdienste zu feiern und im Gebet vereint zu sein. Bei Besuchen in Pfarreien vor Ort mit der Kopie des Gnadenbildes wird die Botschaft des Wallfahrtsorts Altötting weit über die Region hinaus getragen. Zudem ist das Marienwerk in der Kirchenmusik wie dem Kapellorchester, deren Nachwuchs, den Kapellsingknaben und der Mädchenkantorei, engagiert. Ebenso um den Erhalt des Altöttinger Kreuzweggartens als eine Oase der Stille und des Gebets.