Veröffentlicht am 06.03.2026 07:19

47. Medizinisches Forum beleuchtet Übergewicht und Herzschwäche

von weninfo@kno.ag

 Prof. Dr. Robert H.G. Schwinger, Prof. Dr. Christoph M. Birner, Prof. Dr. Harald Rupprecht und Dr. Constantin Held (von links) tauschten sich als Experten über Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen aus.  (Bild: Friedrich Peterhans)
Prof. Dr. Robert H.G. Schwinger, Prof. Dr. Christoph M. Birner, Prof. Dr. Harald Rupprecht und Dr. Constantin Held (von links) tauschten sich als Experten über Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen aus. (Bild: Friedrich Peterhans)
Prof. Dr. Robert H.G. Schwinger, Prof. Dr. Christoph M. Birner, Prof. Dr. Harald Rupprecht und Dr. Constantin Held (von links) tauschten sich als Experten über Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen aus. (Bild: Friedrich Peterhans)

Das 47. Medizinische Forum der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden lockte zahlreiche Ärztinnen und Ärzte aus Praxis und Klinik in den Gustav-von-Schlör-Saal. Prof. Christoph M. Birner, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Amberg, zeigte eindrucksvoll das Risiko Übergewicht für kardiovaskuläre Erkrankungen auf. Die modernen „Abnehmspritzen“ Semaglutide und Tirzepatid führen zwar zu einer effektiven Senkung des Körpergewichts und verbessern Risikofaktoren wie Blutzucker, Cholesterinspiegel etc., sie wirken aber nur, solange sie eingenommen werden. Derzeit werden diese „Abnehmspritzen“ nur bei Patienten mit Diabetes-Erkrankung von den Krankenkassen erstattet.
Prof. Harald Rupprecht, Direktor der Nephrologie am Klinikum in Bayreuth, erläuterte, dass nur eine Kombination diverser Wirksubstanzen das Fortschreiten einer Nierenschädigung aufhalten bzw. verhindern kann. Dazu gehören vor allem Medikamente, die auch zur Behandlung von Herzinsuffizienz und zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden, etwa ACE-Hemmer, SGLT-2-Inhibitoren und Mineralokortikoidrezeptorantagonisten. Wichtig ist, dass eine Kombination solcher Medikamente zum Einsatz kommt.

Den Abschluss bildete das Referat von Professor Robert Schwinger, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Weiden, der aktuelle Therapieempfehlungen für Patienten mit Herzschwäche und hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion vorstellte. Sehr kritisch ging er dabei auf neue Medikamente ein, aber auch auf das „alte“ Medikament Digitalis, wofür nun nach einer über zehnjähriger Rekrutierungsphase neue Studiendaten vorliegen. Professor Schwinger bedankte sich herzlich für die Unterstützung bei den Kreisverbänden Weiden, Neustadt/WN, Tirschenreuth und Schwandorf und besonders bei Dr. Held, dem Vorsitzenden des Ärztlichen Kreisverbandes Schwandorf für jahrelange Begleitung der Medizinischen Foren in Weiden.

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