Dechant Jaroslav Broš aus Prag/Vyšehrad war in diesem Jahr der Anführer der Wallfahrt. Mit ihm standen Pfarrer Jiří Majkov aus Planá, Militärdekan Siegfried Weber aus Berlin, Prälat Helmut Wanka aus Limburg und Regionaldekan Monsignore Georg Flierl aus Tirschenreuth am Altar. Begrüßen durfte der Vorsitzende des Fördervereins St. Anna, Reinhard Legat, Bürgermeister Franz Schöner, Altbürgermeister Josef Schmidkonz und die Markträte aus Mähring, den zweiten Bürgermeister aus Planá, Pavel Nutil, und die Stadträte aus Tirschenreuth. Zudem die Vorsitzende des Heimatkreises Plan-Weseritz, Regine Löffler-Klemsche. Rund 30 Sängerinnen und Sänger des Projektchores „Tirschenreuth, Tachov, Plößberg” unter Leitung von Florian Löw boten ein imposantes Klangbild und erfüllten die Barockkirche mit festlichem Gesang.
Dechant Broš ging in seiner Predigt auf die Bedeutung von Wasser, Glauben, Hoffnung, Liebe und die gegenseitige Aufmerksamkeit ein. „Die Menschen versammelten sich bei der in der Nähe der St.-Anna-Kirche entspringenden Quelle, um Gott zu danken. Das Wasser, das wir an diesem Wallfahrtsort finden, erinnert uns daran, dass die Gnade Gottes und der Glaube des Menschen so unverzichtbar sind wie das Wasser selbst. Ohne Wasser gäbe es auf unserer Erde kein Leben und ohne die Gaben des Heiligen Geistes gäbe es für uns keine Hoffnung auf die Ewigkeit bei Gott”, so der Prediger. Gottes Plan für den Menschen sei von Anfang an klar gewesen, er schuf sie als Mann und Frau. Damit sei die fruchtbare Weitergabe der Liebe gemeint, die den ganzen Menschen präge und verändere. Leib, Seele und Geist, die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Sorge um die uns Anvertrauten lenken den Blick hinauf zu Gott und zur Hoffnung auf das ewige Leben. So habe die Familie im Plan Gottes ihren unersetzlichen Platz. Sie sei die Wiege und die Schule der Liebe. Nicht ohne Grund nennen wir die erste Sprache, die wir lernen, Muttersprache. Jesus sei aber auch gekommen, um die natürlichen menschlichen Beziehungen zu heiligen und für andere Menschen zu öffnen. Deshalb können wir uns an diesem Ort wieder als tschechische und deutsche Gläubige begegnen. Wir haben die gemeinsame Sprache der Liebe, der Vergebung und der Versöhnung empfangen. „Möge diese Wallfahrt uns die Gewissheit schenken, dass jeder, in welchem Alter er auch steht, für den anderen ein Geschenk ist. Schenken wir einander unsere persönliche Gegenwart. Unsere Aufmerksamkeit und die Zeit mit den Kindern und den Älteren in den Familien und schauen wir auf die heilige Familie, sie lehrt uns, was es heißt, durch gegenseitige Liebe, durch gemeinsamen Glauben und durch gemeinsames Gebet wahrhaft glücklich zu sein”, so die Schlussworte von Dechant Jaroslav Broš.
Zum Abschluss der Wallfahrt bedankte sich der Vorsitzende des Fördervereins St. Anna bei Wallfahrtsführer Dr. Maximilian Schön, der deutschen und der tschechischen Polizei, dem BRK Tirschenreuth und allen, die zum Gelingen der 37. Wallfahrt beigetragen haben.